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Verbindungsteile für medizinische Anwendungen und Reinräume: CleanFit
Die CleanFit Produktpalette ermöglicht eine Steigerung der Produktivität sowie eine erhöhte Sicherheit der Verfahren und der Personen bei allen Anwendungen in den Bereichen Medizin, Reinräume und reine Prozesse, bei denen die Sauberkeit das wichtigste Anforderungskriterium ist. Die CleanFit-Anschlüsse von Parker Legris werden in antistatischen und luftdichten Tüten geliefert und reduzieren somit auf beispiellose Art und Weise die Kontamination der Kreisläufe, um die Effizienz der Fluide zu maximieren und garantieren eine optimale Sterilisation.
6805 - Gerade Einschraubanschlüsse CleanFit®
6801 - Gerade Einschraubanschlüsse CleanFit®
6814 - Gerade Einschraubanschlüsse CleanFit®
6821 - Gerade Einschraubanschlüsse CleanFit®
6875 - Gerade Einschraubanschlüsse CleanFit®
6809 - Winkel-Einschraubanschlüsse CleanFit®
6899 - Winkel-Einschraubanschlüsse CleanFit®
6879 - Winkel-Einschraubanschlüsse CleanFit®
6808 - T-Einschraubanschlüsse CleanFit®
6898 - T-Einschraubanschlüsse CleanFit®
6803 - T-Einschraubanschlüsse CleanFit®
6893 - T-Einschraubanschlüsse CleanFit®
6878 - T-Einschraubanschlüsse CleanFit®
6873 - T-Einschraubanschlüsse CleanFit®
6806 - Gerade Steckverbinder CleanFit®
6802 - Winkel-Steckverbinder CleanFit®
6804 - T-Steckverbinder CleanFit®
6840 - Y-Steckverbinder CleanFit®
6816 - Gerade Schottanschlüsse CleanFit®
6882 - Winkel-Steckanschlüsse CleanFit®
6888 - T-Steckanschlüsse CleanFit®
6883 - L-Steckanschlüsse CleanFit®
6866 - Steckanschlüsse-Reduzierungen CleanFit®
6822 - Steckanschlüsse Schlauchtüllen CleanFit®
Verbindungsteile für medizinische Anwendungen und Reinräume: CleanFit — Funktion, Materialien, Einsatzprinzipien
CleanFit-Anschlüsse sind speziell für die kontaminationsarme Medienführung in Life-Sciences-Umgebungen und Reinräumen entwickelt. Sie kombinieren kompakte Bauweise mit glatten Innenflächen, chemischer Beständigkeit und einfacher Montage ohne Werkzeug. In Prozessen, bei denen ein geringer Totraum, geringe Partikelbildung und zuverlässige Dichtigkeit erforderlich sind, bieten Push-In-Fittings und Steckverbinder aus biobasierten Polymeren oder technischen Kunststoffen eine präzise Alternative zu Metall- und konventionellen Schlauchverbindungen.
Materialien und physikalische Eigenschaften
Die Materialwahl entscheidet über Reinigungsfähigkeit, Verträglichkeit mit Reinigungsmedien, Temperaturraum und mechanische Belastbarkeit. Typische Werkstoffe in CleanFit-Systemen sind PEEK, PVDF, PTFE, hochreine Polyamide und biobasierte Polymere mit FDA-konformer Additivierung. PEEK bietet hohe Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit sowie geringe Partikelabgabe, während PVDF bei starken Säuren und Basen bevorzugt wird. PTFE stellt die beste Chemikalieninertheit und sehr niedrige Reibung bereit, ist aber weniger formstabil bei Druckbelastung ohne verstärkende Konstruktion. Biobasierte Polymere werden eingesetzt, wenn eine nachhaltigere Materialbilanz gefordert ist; sie müssen jedoch auf Langzeitbeständigkeit gegen Desinfektionsmittel geprüft werden.
Für Anschlüsse in Sterilbereichen sind Oberflächenrauheiten typischerweise Ra < 0,8 µm oder glatter, um Partikelanhaftung und Biofilmwachstum zu minimieren. Metallische Einfügungen oder Überwurfmuttern werden oft aus 316L-Edelstahl gefertigt, um Sterilisationszyklen und mechanischen Belastungen standzuhalten. Dichtungen bestehen primär aus EPDM, FKM (Viton) oder PTFE-beschichteten Elastomeren; EPDM ist für Wasserstoffperoxid und viele Verdünnungen geeignet, FKM widersteht organischen Lösungsmitteln, PTFE liefert höchste Chemikalienbeständigkeit bei statischen Dichtungen.
Bauformen, Anschlussarten und Dichtkonzepte
CleanFit-Verbindungsteile existieren in zahlreichen Formvarianten: gerade Steckanschlüsse, Winkelstücke 90°, T- und Kreuzverteiler, Schottanschlüsse für Wanddurchführungen sowie spezielle Verteilerplatten für modulare Systeme. Anschlussarten umfassen Push-In mit Rückstellring, Einschraubanschlüsse mit O-Ring, Schnellkupplungen für häufiges Trennen und Klemmverschraubungen für permanente Verbindungen. Dichtfunktionen basieren auf kombinierten Konzepten: dynamische Dichtungen an abnehmbaren Kupplungen, elastische O-Ringe in definierten Nutgeometrien und metallisch gestützte Dichtflächen bei hohen Drücken oder Temperaturzyklen.
Typische Bauformen:
- Gerade Steckverbinder
- Winkelstücke
- Kreuzstücke
- Schottanschlüsse
- Verteiler mit integrierten Filtern
Bei Push-In-Systemen greift eine Metall- oder Kunststofffeder das Schlauch- oder Rohrende und spannt es gegen eine konische Dichtsitzfläche; diese Konstruktion reduziert Totvolumen und ermöglicht werkzeuglose Montage. Einschraubanschlüsse arbeiten mit metrischen oder zölligen Gewinden und speziellen Dichtkonfigurationen (konische Dichtflächen, Flachdichtungen oder O-Ring-Nuten) für druck- und temperaturbeanspruchte Leitungen.
Anschlussdimensionierung, Druck- und Temperaturbereiche
Dimensionierung richtet sich nach Durchflussanforderungen, zulässigen Druckverlusten und Betriebsdruck. Kleinvolumige CleanFit-Verbindungen werden typischerweise für Innendurchmesser von 1,5 mm bis 12 mm verwendet, mit Betriebsdrücken bis 10 bar in Kunststoff-Ausführungen und deutlich höheren Werten bis 25–40 bar bei metallverstärkten Bauformen. Temperaturbereiche erstrecken sich je nach Material von -40 °C (technische Kunststoffe) bis +200 °C (PEEK). Bei Sterilisationszyklen im Autoklaven ist die Materialkompatibilität kritisch; PEEK und metallische Komponenten sind hier vorteilhaft, während Standard-Polymere Einschränkungen zeigen.
Reinigungs- und Sterilisationsstrategien
CleanFit-Systeme sind so zu wählen, dass alle medienberührenden Oberflächen glatt, chemisch resistent und thermisch kompatibel mit den Reinigungs- und Sterilisationsverfahren sind. Häufig eingesetzte Verfahren sind SIP (Sterilization-in-Place) mit Heißdampf oder heißer Flüssigkeit, CIP (Clean-in-Place) mit alkalischen oder sauren Reinigern sowie chemische Desinfektion mit Peressigsäure, Wasserstoffperoxid oder Ethanol. Anschlussdesigns mit minimalen Totvolumina und leicht demontierbaren Komponenten ermöglichen wiederholte Validierungen. Dichtungen sollten während Validierungstests über erwartete Zyklen auf Materialabbau, Quellung und Leckage geprüft werden.
Einsatzszenarien und strukturierte Praxisbeispiele
Im Bioreaktor-Umfeld verbinden CleanFit-Elemente Kultivierungsbehälter mit Puffer- und Nährlösungslinien. Beispiel: Eine Kulturbioreaktor-Peripherie nutzt PVDF-Schottanschlüsse zur Durchführung von Probenentnahmen durch die Wand des isolierten Edelstahlbehälters; interne Sterilfilter sind kombiniert mit PTFE-beschichteten Dichtungen, um Kompatibilität mit CIP- und SIP-Zyklen sicherzustellen. Die Steckverbindungen ermöglichen schnelle Demontage von Probennahmeleitungen für die regelmäßige Validierung ohne Werkzeug.
In der medizinischen Pumpentechnik werden Push-In-Fittings aus PEEK verwendet, um kleine Flüssigkeitskreisläufe für Infusions- und Dialysegeräte zu realisieren. Hier ist niedriges Totvolumen entscheidend zur Minimierung von Residuen. Beispiel: Ein Infusionsmodul setzt gerade Push-In-Steckverbinder ein, die bei Wartungszwecken in weniger als 10 Sekunden getrennt und nach Reinigung wieder verbunden werden können; O-Ringe aus FKM gewährleisten Dichtigkeit unter Pulsdruckbedingungen.
Reinraumfertigungslinien in der Pharmaindustrie integrieren Kreuzstücke und Winkelstücke mit integrierten Gaswaschern für Lösemittelrückführung. Praxisbeispiel: In einer aseptischen Abfülllinie verbindet ein T-förmiger Verteiler Pufferreservoir, Waschquelle und Abfüllkopf; die Verteilung erfolgt über PVDF-Leitungen mit glatter Innenoberfläche und Schottanschlüssen an der Reinraumwand, um externe Kreuzkontamination zu verhindern.
Für Laborautomation sind kompakte Steckverbinder mit Metallgewinde für wiederholte Montagezyklen üblich. Beispiel: Ein automatisiertes Pipettiersystem nutzt Einschraubanschlüsse mit 316L-Überwurfmutter für modulare Austauschbarkeit von Pipettierköpfen; die Verbindung bleibt auch bei wiederholter Zyklisierung stabil und sterilisierbar.
Montage, Wartung und Prüfungen
Montage erfolgt in kontrollierter Umgebung; bei Push-In-Systemen ist das Rohrende sauber und gratfrei zu schneiden, um Partikelbildung zu vermeiden. Vor Erstinbetriebnahme sind Dichtigkeitsprüfungen (Hydrostatisch oder Lecklufttest) und Durchflussmessungen durchzuführen. Wartungspläne definieren Austauschintervalle für O-Ringe und Dichtungen sowie Validierungsintervalle für Reinigungsprotokolle. Bei jeder Demontage ist die Dichtigkeit nach Wiederzusammenbau zu prüfen. Dokumentation der Herstellerspezifikationen, MTRs (Material Test Reports) und Chemikalienbeständigkeit ist integraler Bestandteil der Qualifizierung.
Kompatibilität mit Zubehör und Normen
CleanFit-Komponenten sind häufig kompatibel mit Standard-Armaturen, Schlauchmaterialien und Messgeräten. Schnittstellen folgen metrischen oder zölligen Normen; für medizinische Anwendungen sind ISO- und USP-konforme Materialien und Fertigungsprozesse zu bevorzugen. Bei kritischen Anwendungen sind Rückverfolgbarkeit, Chargenmanagement und Zertifikate zur Biokompatibilität (ISO 10993), zur Reinheit und zu Materialeigenschaften erforderlich.
Weiterführende technische Informationen und Anwendungsbeispiele finden Sie auf unseren Technik- und Referenzseiten: Technik und Anwendungsbeispiele. Zur Produktübersicht dieser Kategorie: CleanFit - Life Sciences & Reinräume.
Auswahlkriterien für Beschaffung
Wählen Sie Komponenten anhand definierter Kriterien: Kompatibilität mit Reinigungs- und Sterilisationsverfahren, Temperatur- und Druckanforderungen, geforderte Oberflächenrauheit, chemische Beständigkeit gegen eingesetzte Prozessmedien und Desinfektionsmittel, mechanische Belastbarkeit bei Montagezyklen sowie verfügbare Zertifikate für Biokompatibilität und Materialtestberichte. Ergänzend ist auf Austauschbarkeit und einfache Wartung zu achten, um Ausfallzeiten zu minimieren und Validierungsaufwand zu begrenzen.