- Kategorien
- Themenbereiche
- Marken
- Technik
- Info
Leichte, handliche Winkelschleifer von Mannesmann Demag für komfortables Arbeiten
Winkelschleifer mit verschiedenen Drehzahlen und Winkelköpfen ermöglichen präzise Schleifarbeiten.
Winkelschleifer GW 218 HV
Preis auf Anfrage
Leichte, handliche Winkelschleifer von Mannesmann Demag für komfortables Arbeiten
Leistungsdichte, Ergonomie und Sicherheit sind die Kernanforderungen an Winkelschleifer in industriellen Arbeitsumgebungen. Die leichten Modelle von Mannesmann Demag kombinieren ein geringes Eigengewicht mit hoher Drehzahlstabilität, präziser Lagerspielkontrolle und robusten Schutzgehäusen. Damit eignen sie sich sowohl für lichte Montageplätze als auch für Serienbearbeitung an Produktionslinien, bei denen schnelle Rüstzeiten und reproduzierbare Schnitt- oder Schleif-Ergebnisse entscheidend sind.
Kernkomponenten und Bauformen
Bei den handlichen Winkelschleifern dominieren kompakte Motoren mit hoher spezifischer Leistung und kurze Getriebegehäuse, die die Angriffsfläche für Bediener reduzieren und das Handling in engen Bereichen erleichtern. Typische Materialien des Gehäuses sind glasfaserverstärkte Kunststoffe oder Aluminiumdruckguss, wodurch das Gerät widerstandsfähig gegen Fall- und Schlagbelastungen bleibt, aber das Gewicht niedrig gehalten wird. Die Vollmetall-Planetengetriebe sind auf dauerhaften Kraftfluss ausgelegt; die Lagerwege verwenden häufig hochwertige Kegel- oder Schrägkugellager mit gehärteten Wellen, um Axial- und Radiallasten bei hohen Drehzahlen sicher aufzunehmen.
Schutzhauben und Abdeckungen bestehen oft aus Stahlblech mit Korrosionsschutzbeschichtung und sind so gestaltet, dass Funken in eine definierte Richtung abgeführt werden. Verschraubte Hauben ermöglichen schnellen Wechsel und Reinigung, während zusätzliche Schnellverstellschlitten eine werkzeuglose Positionierung erlauben. Bediengriffe sind meist mit rutschfestem TPE- oder Gummibelag versehen und bieten eine ergonomische Form, die Vibrationen reduziert und Ermüdungserscheinungen bei Mehrschichtbetrieb verringert.
Antriebe, Anschlussarten und Steuerungsoptionen
Leistungsstarke Gleichstrom- und Wechselstrommotoren kommen gleichermaßen zum Einsatz; bei Netzstromgeräten sind standardmäßig 230 V/50–60 Hz-Anschlüsse implementiert, während in Fertigungszellen mit zentraler Energieversorgung auch 400 V-Ausführungen verfügbar sind. Viele Modelle verfügen über sanftanlaufende Elektronik zur Begrenzung von Einschaltströmen und zur Vermeidung ruckartiger Motorausfälle beim Plattenkontakt. Elektronische Drehzahlregelung per Potentiometer oder elektronischer Schaltung ermöglicht das Anpassen der Drehzahl an Material und Anwendung und erhöht die Lebensdauer der Schleifscheiben. Für automatische Prozesse sind kompatible Steckverbindungen nach IP67 verfügbar, die eine einfache Integration in Fertigungsstraßen erlauben.
Schleifscheiben, Befestigung und Kompatibilität
Wichtig für industrielle Anwendungen ist die Auswahl der passenden Scheibenart: Flache Trennscheiben eignen sich für Schnitte in Stahl und Edelstahl, Fächerscheiben für Konturenschliff und Oberflächenabtrag, Lamellenschleifscheiben für Entgraten und Finish. Die Spindelaufnahme ist meist M14 oder 5/8"-11; Mannesmann Demag bietet Adapterringe und Spannflansche, die eine schnelle Umrüstung erlauben. Balancierte und zugelassene Schleifscheiben sind für den jeweiligen Gerätemaximaldrehzahlbereich zu wählen, um Vibrationen und Gefährdungen zu vermeiden. Bei Anwendungen an nichtrostenden Stählen empfehlen sich schleifmittelfreie, temperaturstabile Materialien, um Verfärbungen zu vermeiden.
Dichtungen, Wartung und Lebensdauer
Für den industriellen Einsatz sind staubdichte Gehäuse und labyrinthische Wellendichtungen wichtig, um das Eindringen von Schleifstaub in das Getriebe zu minimieren. O-Ringe aus NBR oder FKM werden an kritischen Stellen eingesetzt, um Öl- und Fettverluste zu verhindern. Regelmäßige Wartung umfasst Schmierstoffwechsel in den Getrieben, Prüfung der Kohlebürsten bei bürstenbehafteten Motoren und Austausch verschlissener Lager. Eine dokumentierte Wartungsstrategie verlängert die Lebensdauer und sichert konstante Leistungsparameter, speziell bei kontinuierlicher 8–24 Stunden-Nutzung in Schichtbetrieben.
Sicherheitsmerkmale
Industriegeräte besitzen verstärkte Schutzfunktionen: Wiederanlaufschutz nach Netzunterbrechung, Sanftanlauf, Temperaturüberwachung des Motors und mechanische Sperrklinken an der Schutzhaube. Zusatzfunktionen wie eine Kickback-Bremse (Kurzschlussbremse) stoppen die Scheibe bei Blockade innerhalb weniger Sekundenbruchteile. Für Arbeiten an leitfähigen Materialien sind ISO-konforme Schutzmaßnahmen und isolierte Griffe zu bevorzugen. Persönliche Schutzausrüstung bleibt obligatorisch: Schutzbrille, Gehörschutz, Handschuhe und, bei Funkenflug, geeignete Kleidung.
Anwendungsfelder und Materialempfehlungen
Leichte Winkelschleifer sind universell einsetzbar: Trennen von Metallprofilen, Fasen von Schweißnähten, Entgraten von Gussstücken und Finish-Arbeiten an Blechen. Für Stahlbau- und Maschinenbauanwendungen sind harte, hochkörnige Trennscheiben oder diamantbeschichtete Trennscheiben zu wählen. Für Edelstahl empfiehlt sich die Verwendung nicht kontaminierender Schleifmittel und Schleifscheiben mit hitzebeständigen Bindungen, um Oxidationsränder zu vermeiden. Beim Schleifen von Aluminium sind weichere Bindungen und spezielle Schleifmittelsorten sinnvoll, da Aluminium schnell verstopft; hier erleichtert eine offene Kornstruktur das Abtragen und verhindert Aufschmelzung.
Praxisbeispiele
Beispiel 1: In einer Produktionslinie zur Fertigung von Metallrahmen werden leichte Winkelschleifer mit elektronischer Drehzahlregelung eingesetzt, um Schweißnähte vor dem Lackieren zu entgraten. Mitarbeiter nutzen einen 115-mm-Winkelschleifer mit einer Fächerscheibe P60, um Materialabtrag kontrolliert vorzunehmen; dank der abgeflachten Getriebeform lassen sich auch Innenkanten in Rahmenprofilen erreichen. Die regelmäßige Prüfung der Lager und der Austausch verschlissener Scheiben alle 100 Betriebsstunden minimiert Nacharbeit.
Beispiel 2: In einer Kleinteilefertigung werden Trennscheiben an 125-mm-Winkelschleifern verwendet, um Gewindebolzen und Überstände zu trennen. Die Geräte sind mit Schnellspannmutter und einem integrierten Wiederanlaufschutz ausgestattet. Durch das Verwenden von M14-Adapterringen lässt sich zwischen Trenn- und Fächerscheiben innerhalb von 60 Sekunden wechseln, was die Taktzeit deutlich verkürzt. Eine Absauganbindung an die Absaugung über eine speziell montierte Haube reduziert Feinstaub und verbessert die Bauteilqualität.
Beispiel 3: In der Instandhaltung eines Maschinenparks werden handliche Winkelschleifer genutzt, um Rostflächen vor der Nachbearbeitung vorzubereiten. In diesem Fall sind Lamellenschleifscheiben mit Korund-Korn und offener Bindung die erste Wahl. Kurze Einsatzzeiten und der niedrige Vibrationspegel reduzieren Belastungen für die Techniker und ermöglichen präzisere Nacharbeiten.
Integration in Fertigungsprozesse und Zubehör
Winkelschleifer lassen sich an Bearbeitungsstationen integrieren: Halterungen mit Schnellwechseladapter, Schwenkarme oder manuelle Spannvorrichtungen ermöglichen wiederholgenaue Positionierung. Für automatisierte Schnittaufgaben bietet sich die Kombination mit Positionssensorik und Drehzahlüberwachung an, die Störungen frühzeitig erkennt und Maschinenstillstand verhindert. Zubehör wie Absaughauben, Staubbeuteladapter, Ersatzbürsten, Dichtungssets und verstärkte Schutzhauben sind im Sortiment verfügbar. Mehr zu technischen Komponenten und sinnvollem Zubehör finden Sie unter Technik und konkrete Anwendungsfälle unter Anwendungsbeispiele.
Auswahlkriterien für den Kauf
Für die Auswahl eines passenden Winkelschleifers prüfen Sie Leistung (Watt), Leerlaufdrehzahl, Scheibendurchmesser und das Gewicht in Relation zur geplanten Einsatzdauer. Achten Sie auf verfügbare Sicherheitszertifikate (CE, EN 60745) und Lieferumfang wie zusätzliche Griffe, Schlüssel oder Schutzhauben. Bei wiederkehrenden, anspruchsvollen Einsätzen sind Geräte mit besserer Kühlung, robusteren Getrieben und längerem Gewährleistungsumfang wirtschaftlicher, da Stillstands- und Ersatzteilkosten reduziert werden. Entscheidend ist die Abstimmung von Scheibenart, Drehzahlbereich und Materialhärte.