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SensoControl unterstützt Sie bei der sicheren Überwachung Ihrer Prozesse und der Vermeidung von Ausfällen
Ausfallzeiten sind die größte Bedrohung für die Produktionseffizienz. Jede Minute, in der ein geschäftskritisches Gerät ausfällt, bedeutet Umsatzeinbußen, aber die Kosten hören hier nicht auf. Die Auswirkungen von Ausfallzeiten sind im gesamten Unternehmen spürbar.
Mit SensoControl können Endbenutzer ihre Geräte in Echtzeit auf Systemänderungen überwachen und ihre Geräte optimieren, bevor ein Problem zu Ausfallzeiten führt. Effektive Diagnosen können Anwender auch dabei unterstützen, effizienter zu arbeiten, indem sie ihnen dabei helfen, Prozessengpässe zu erkennen und zu beseitigen.
SensoControl: Sensorik und Regelsysteme für industrielle Prozessautomation
SensoControl umfasst eine Palette an Sensoren, Signalaufbereitern und kompakten Reglern, konzipiert für anspruchsvolle Anwendungen in der Fertigungs- und Verarbeitungsindustrie. Die Produktfamilie fokussiert auf präzise Messgrößenüberwachung, robuste Einbaulösungen und direkt integrierbare Schnittstellen für SPS- und Leitsysteme. Entscheidend sind Messgenauigkeit, Langzeitstabilität, industrielle Schutzarten und die Kompatibilität zu gängigen Feldbussen und Analogsignalen.
Produktklassen und Bauformen
SensoControl liefert Druck-, Temperatur-, Füllstand- und Näherungssensoren sowie Signalkonverter und kompakte PID-Regler. Gehäusevarianten reichen von platzsparenden M12-Steckern und Metallrohrgehäusen über IP67-geschützte Kunststoffgehäuse bis zu massivem Edelstahlgehäuse in IP69K-Ausführung für Reinigungs- und Nassbereiche. Dichtheits- und Anschlusskonzepte orientieren sich an Prozessnormen: sensorische Messaufnehmer mit keramischer oder silikonfreier Membran, Schraubanschlüsse in G1/4 oder G1/2, hygienische G1-A- und Tri-Clamp-Anschlüsse für Lebensmittel- und Pharma-Umgebungen.
Elektrisch stehen standardisierte Varianten mit 4–20 mA und 0–10 V Ausgang zur Verfügung, ebenso wie digitale Schnittstellen (IO-Link, Modbus RTU/TCP, Profinet). Versorgungsspannungen beginnen häufig bei 8–30 V DC; spezielle Controller unterstützen 24 V DC Standardversorgung oder 230 V AC je nach Einbausituation. Steckverbindervarianten schließen M8/M12, Binder- und PG-Verschraubungen ein; für hohe Schock- und Vibrationsfestigkeit sind vergossene Elektronikmodule und verriegelbare Befestigungsclips verfügbar.
Messprinzipien, Genauigkeit und Kalibrierung
Bei Druckmessungen werden piezoresistive Sensoren mit vollgedichteter Elektronik eingesetzt. Typische Genauigkeiten reichen von ±0,1 % FS bis ±0,5 % FS; industrielle Standardvarianten bewegen sich bei ±0,25 % FS. Temperaturfühler nutzen PT100/1000-Widerstandselemente oder NTC/Pt-Wandler mit Messbereichen bis 500 °C und Wiederholgenauigkeiten im Bereich von ±0,1 K. Füllstandsmessungen werden über hydrostatische, kapazitive oder Ultraschallprinzipien abgedeckt. Für abrasive oder schäumende Medien sind berührungslose Ultraschall- oder Radaroptionen vorgesehen, während hydrostatische Sensoren für geschlossene Behälter und Lagertanks bevorzugt werden.
Kalibrierung erfolgt werkseitig nach DAkkS- oder ISO-Standards auf Anfrage. Feldkalibrierungen lassen sich über abgesetzte Kalibrierschnittstellen und Teach-In-Funktionen direkt vor Ort durchführen. Für Anwendungen mit hohen Genauigkeitsanforderungen sind Sensoren mit Temperaturkompensation und automatischer Driftkorrektur erhältlich.
Materialien, Dichtungen und chemische Beständigkeit
Gehäusematerialien orientieren sich an der chemischen Belastung und mechanischen Beanspruchung des Einsatzortes. Edelstahl 1.4404/316L ist Standard für korrosive und hygienische Anwendungen. Für aggressive Medien werden spezielle Legierungen und Beschichtungen eingesetzt. Membranen und medienberührende Teile sind wählbar aus Hastelloy, PTFE oder keramischen Werkstoffen. Dichtungssysteme verwenden EPDM, FKM (Viton) oder PTFE je nach Temperatur- und Medienanforderungen. Bei hohen Temperaturen oder bei Kontakt mit Lösungsmitteln und Säuren empfiehlt sich der Einsatz von PTFE-Dichtungen und korrosionsbeständigen Werkstoffen.
Anschlüsse, Montagemöglichkeiten und Schutzarten
SensoControl-Produkte sind ausgelegt für direkte Prozessanbindung oder Einbau in Verteil- und Messstellen. Schraub- und Flanschanschlüsse sind in hygienischer Ausführung oder mit Gewinde nach DIN/ISO lieferbar. Montagemöglichkeiten umfassen Trägerplattenmontage, Rohrhalterungen und Schaltschrankeinbau. Schutzarten reichen von IP65 für trockene Industrieumgebungen über IP67 für Spritzwasser bis zu IP69K für Hochdruck-/Heißwasserreinigung. Für explosionsgefährdete Bereiche sind ATEX- und IECEx-zertifizierte Varianten vorhanden.
Schnittstellen, Signale und Integration
Analog- und Digitalschnittstellen sind Kernbestandteil: 4–20 mA mit HART-Protokoll unterstützt Fernkonfiguration und Diagnose; 0–10 V erlaubt einfache SPS-Kopplung. Digitale Protokolle wie IO-Link vereinfachen Parametrierung und Gerätedatenverwaltung, während Modbus RTU/TCP und Profinet direkte Integration in Leitsysteme ermöglichen. Feldgeräte bieten Status- und Fehlerdiagnosen, Überlastschutz, Temperaturschwellen und Betriebsstunden-Logging. Für einfache Nachrüstung sind Signalkonverter und galvanische Trennverstärker im Sortiment.
Anwendungsbeispiele — strukturierte Praxisfälle
1. Hydraulikprüfstand, Drucküberwachung: Ein piezoresistiver Drucksensor mit G1/4-Anschluss und 4–20 mA-Ausgang wird in die Rücklaufleitung eingebaut. Die Edelstahlmembran und EPDM-Dichtung gewährleisten Beständigkeit gegen Hydrauliköl. Der Sensor wird auf dem Prüfstand an die SPS über 4–20 mA angeschlossen, der Signalwert in der Steuerung linearisiert und in Echtzeit zur Leckageerkennung und Prüfprotokollierung verwendet. Arbeitet der Prüfstand mit erhöhten Temperaturen, sorgt eine integrierte Temperaturkompensation für stabile Werte.
2. Lebensmittelverarbeitung, Füllstandsmessung: Ein kapazitiver Füllstandssensor in hygienischer Tri-Clamp-Ausführung wird am Behälterstutzen montiert. Die Sensorfläche ist glatt poliert und das Gehäuse aus 316L gefertigt; PTFE-Dichtungen verhindern Kontamination. Der Sensor kommuniziert per IO-Link mit dem MES und liefert kontinuierliche Pegelwerte sowie Diagnosedaten zur Reinigungshäufigkeit. Rekalibrierung erfolgt online mittels Teach-In nach Reinigungszyklen.
3. Lackieranlage, Temperaturregelung: Ein PT1000-Sensor in Schutzrohr misst Vorlauftemperatur eines Umlaufs. Das Signal wird an einen kompakten SensoControl-PID-Regler gegeben, der ein 0–10 V Heizmodul ansteuert. Die Regelung verwendet adaptive Rampen zur Vermeidung von Overshoot, der Regler zeigt Grenzwerte und Ausfallzeiten in der Anlagenvisualisierung an. Die Montage im Schaltschrank verwendet Steckklemmen und M12-Anschlüsse für einfache Wartung.
Weitere konkrete Fallstudien und Anwendungsbeispiele finden Sie unter maku-industrie.de/anwendungsbeispiele. Technische Informationen zur Integration und Systemtechnik sind auf maku-industrie.de/technik verfügbar.
Auswahlkriterien und Spezifikationen beim Kauf
Wählen Sie ein Produkt basierend auf Messbereich, Genauigkeit, Materialverträglichkeit, Anschlussart und Schnittstellenkompatibilität. Prüfen Sie die erforderliche Schutzart für den Einsatzort und die Zulassungen (ATEX, IP69K, UL). Achten Sie auf mechanische Belastbarkeit, Vibrationstoleranz und die Montageoptionen, um Servicezeiten zu reduzieren. Für Retrofit-Anwendungen sind kompakte Signalumsetzer mit galvanischer Trennung und konfigurierbaren Ausgangssignalen von Vorteil. Dokumentation und Kalibrierscheine sollten als Lieferumfang vorhanden sein, um Qualitätsnachweise gemäß ISO-Anforderungen erbringen zu können.
Wichtige Schnittstellen: 4–20 mA/HART, 0–10 V, IO-Link, Modbus, Profinet
Wartung, Prüfung und Lebenszyklus
Regelmäßige Sichtprüfung der Anschlüsse, Dichtungen und Befestigungen verhindert Leckagen. Bei Druck- und Temperaturfühlern sind jährliche Funktionstests und gegebenenfalls Nachkalibrierungen empfehlenswert. In abrasiven Medien sollte der Austauschzyklus der Membrankomponenten dokumentiert werden. Geräte mit Diagnoseschnittstellen ermöglichen vorausschauende Wartung durch Überwachung von Drift, Betriebsstunden und Temperaturzyklen.
Kompatibilität mit Monitoringsystemen und Industrie 4.0
SensoControl-Geräte unterstützen die Anbindung an SCADA und IIoT-Plattformen. Digitale Protokolle und IO-Link ermöglichen die Auslesung von Geräteparametern, Zuständen und Fehlercodes. Für Predictive Maintenance werden Prüfdaten und Lebensdauermesswerte ausgegeben, die in Cloud- oder On-Premise-Lösungen einfließen. Durch standardisierte Datenmodelle lässt sich die Gerätefilterung und Ersatzteilplanung automatisieren.
Dokumentation und Zertifizierungen
Lieferumfang enthält technische Datenblätter, Anschlusspläne, Prüfprotokolle und falls erforderlich Kalibrierscheine nach DIN/EN. Für sicherheitskritische Anwendungen sind Ex-Zertifikate, RoHS- und REACH-Konformität sowie Lebensdauerdokumentation verfügbar. Bei Bedarf bieten wir Support für CE-Konformitätserklärungen und Einbaumodalitäten.