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Hochqualitative Klemmringverschraubungen von Parker Legris
Parker Legris Klemmring-Verschraubungen ermöglichen die Installation von Thermoplast- oder Metall-Rohren für den Transport von Druckluft oder Fluiden.
Technische Übersicht: Klemmringverschraubungen von Parker Legris
Klemmringverschraubungen sind für die druckdichte, lösbare Verbindung von Thermoplast- und Metallrohren konzipiert. Parker Legris bietet Ausführungen in Messing und rostfreiem Stahl (AISI 316L) mit Varianten für pneumatische Mitteldruckanwendungen und flüssigkeitsführende Systeme. Typische Bauformen umfassen gerade Einschraubverschraubungen, Winkel- und Winkelschwenkverschraubungen, T-Stücke und Kreuzstücke sowie Schlauchverbinder und spezifisches Zubehör wie Ersatz-Klemmringe und Dichtungen. Die Produktpalette deckt standardisierte Gewindeanschlüsse (metrisch, BSP) und Sonderanschlüsse für industrielle Anwendungen ab.
Materialien und Korrosionsschutz
AISI 316L bietet hohe Korrosionsbeständigkeit gegenüber chloridhaltigen Medien, aggressive Reiniger und feuchte Umgebungen. In Bereichen mit chemischer Belastung oder Lebensmittelsicherheit empfiehlt sich 316L wegen der besseren Beständigkeit und der geringeren Korngrößen gegenüber 304. Messing ist kosteneffizient, mechanisch ausreichend für viele pneumatische Anwendungen und bietet gute Bearbeitbarkeit; bei Kontakt mit ammoniakhaltigen Medien oder Meerwasser ist jedoch Edelstahl vorzuziehen. Oberflächenbehandlung, Passivierung und bei Messing ggf. Vernickelung beeinflussen Lebensdauer und Leitungswiderstand.
Bauformen, Dichtsysteme und Abdichtungstechnik
Klemmringverschraubungen funktionieren über einen kegelförmigen Klemmring (Ferrule), der beim Anziehen gegen das Rohr gedrückt wird und so eine formschlüssige sowie stoffschlüssige Verbindung erzeugt. Abdichtungen erfolgen über konische Sitzflächen oder zusätzliche Dichtungen wie Elastomer-O‑Rings (NBR, EPDM, FKM) oder PTFE-Scheiben für aggressive Medien. Elastomere bieten gute Dichtigkeit bei niedrigen bis mittleren Temperaturen, FKM für höhere Temperaturen und chemische Beständigkeit, PTFE für höchste chemische Resistenz. Die Kombination von Klemmring und O‑Ring ermöglicht wieder lösbare Verbindungen mit definiertem Dichtspalt und minimiert Leckagen.
Druck- und Temperaturbereiche, mechanische Kennwerte
Je nach Material, Rohrquerschnitt und Bauform liegen die zulässigen Betriebsdrücke typischerweise zwischen 0,1 bar (Vakuum-) Anwendungen bis hin zu mehreren 200 bar in hydraulischen Ausführungen. Parker Legris Klemmringverschraubungen für Pneumatik und Mitteldruck bewegen sich meist im Bereich von 0–25 bar, spezielle Edelstahlausführungen erreichen höhere Drücke. Die Einsatztemperaturen werden maßgeblich von Dichtung und Werkstoff bestimmt: Elastomere bis ~120 °C, FKM bis ~200 °C, PTFE deutlich darüber. Mechanisch relevante Daten wie Anziehmomente, zulässige Biegezyklen und Vibrationsfestigkeit sind produktbezogen und sollten aus den jeweiligen Datenblättern entnommen werden.
Rohrkompatibilität und Rohrvorbereitung
Klemmringverschraubungen sind geeignet für Thermoplastrohre (z. B. PA, PE, PTFE, PFA) und Metallrohre (Kupfer, Edelstahl). Wichtige Kriterien sind Rohraußendurchmesser, Wandstärke und die Oberflächenqualität der Rohrenden. Rohre müssen plane, gratfreie Schnitte und eine saubere, entgratete Innen- und Außenkante besitzen; ein Fasen der Außenkante erleichtert das Einführen des Rings und verhindert Beschädigung der Dichtung. Die Einstecktiefe ist produktabhängig und sollte mit Markierungen am Rohr kontrolliert werden. Bei dünnwandigen Thermoplastrohren ist auf Eigenspannungen beim Anziehen zu achten, bei metallischen Rohren ist ggf. das Kaltverformen durch Präzisionsringe zu berücksichtigen.
Anschlüsse, Gewinde und Normen
Lieferbar sind Gewinde nach ISO/EN (metrisch), BSPP/BSPT und in Sonderausführungen. Einschraubverschraubungen nutzen typischerweise konische Dichtflächen oder PTFE-Dichtringe; Schraubverbindungen sind mit definierten Anziehmomenten zu montieren, um Überdehnung der Dichtfläche oder Beschädigung von Rohren zu vermeiden. Einige Produkte sind nach relevanten Normen geprüft (z. B. ISO 8434-1/2 für Rohrverschraubungen); für Hygienebereiche sind zertifizierte Oberflächen und Werkstoffe verfügbar. Achten Sie auf die spezifische Produktkennzeichnung hinsichtlich Medienverträglichkeit und zulässiger Betriebsparameter.
Montagepraxis und Werkzeugempfehlung
Die Montage folgt präzisen Arbeitsschritten: Rohrlänge prüfen, Ende säubern, entgraten und gegebenenfalls anfasen, Ring und Mutter vorschieben, Rohr einführen bis zum Anschlag und Mutter mit definiertem Drehmoment anziehen. Für manche Systeme ist eine halbe bis dreiviertel Umdrehung nach Handanschlag vorgeschrieben, andere verlangen Drehmomentschlüsselwerte. Spezialisierte Werkzeuge wie Rohrabschneider, Entgrater, Drehmomentschlüssel und Kalibrierhülsen erhöhen Prozesssicherheit. Bei der Re-Installation sind Ersatz-Klemmringe und Dichtungen zu verwenden, wenn sichtbare Deformation oder Verschleiß vorliegt.
Wirtschaftlichkeit, Wartung und Ersatzteile
Messingvarianten bieten geringere Anschaffungskosten; Edelstahl verlängert Wartungsintervalle in korrosiven Umgebungen. Da Klemmringverschraubungen lösbar sind, lassen sich Systeme reparieren oder umkonfigurieren, ohne Rohrleitungen zu ersetzen. Regelmäßige Sichtkontrollen, Dichtheitsprüfungen und das Nachziehen nach Erstinbetriebnahme reduzieren Ausfallrisiken. Ersatzteile wie Ferrules, Muttern und O‑Rings sollten projektspezifisch bevorratet werden, um Stillstandzeiten zu minimieren.
Praxisbeispiele
1. Pneumatische Versorgung eines Montagearbeitsplatzes: In einer Fertigungslinie werden PA-Rohre (außen 8 mm, Wandstärke 1 mm) eingesetzt. Klemmringverschraubungen aus vernickeltem Messing mit NBR‑O‑Ring verbinden Kompressorlösungen mit Zylindern. Vor Montage werden Rohrenden entgratet, Einstecktiefe markiert, Anschlussmuttern mit dem empfohlenen Handanschlag plus 90° Nachdrehen angezogen. Dichtheitsprüfung bei 6 bar. Betrieb funktioniert störungsfrei bei Umgebungstemperaturen -10 bis +60 °C.
2. Kühlmittelkreis in Werkzeugmaschine: Für einen geschlossenen Kühlmittelkreis mit leicht korrosivem Wasser‑Glykolverhältnis wird AISI 316L gewählt. Rohrleitung aus Edelstahl (Ø 12 mm) verbindet Pumpen, Filter und Düsen über Klemmringverschraubungen mit PTFE‑Scheibendichtungen. Montage mit Drehmomentschlüssel gemäß Datenblatt, Systemdruck 10–12 bar, Betriebstemperaturen bis 90 °C. Regelmäßiges Monitoring der Leitfähigkeit und Korrosionsrückstände reduziert Stillstand.
3. Chemische Dosierung in Laborumgebung: Bei dosierten Säuren wird PFA‑Tubing verwendet. Klemmringverschraubungen in Edelstahl mit PTFE‑Sitzdichtung gewährleisten chemische Beständigkeit. Rohrenden werden sauber abgeschnitten, Fasen durchgeführt, Einstecktiefen mit Kalibrierhülse kontrolliert. System drucklos montiert und mit prüfender Lecksuche mittels Farbindikator getestet.
Verfügbarkeit, Produktauswahl und weiterführende Informationen
Parker Legris bietet ein breites Spektrum an Standardteilen sowie Sonderanfertigungen. Für technische Datenblätter, Materialzertifikate und detaillierte Montageanweisungen verweisen wir auf die Kategorieseite und weitere Technikressourcen. Detaillierte Anwendungsbeispiele und Prozessbeschreibungen finden Sie unter Anwendungsbeispiele. Technische Hintergrundinformationen zu Werkstoffen und Verbindungstechnik sind auf unserer Technikseite verfügbar: Technik. Für Projektanfragen mit spezifischen Medien, Drücken und Temperaturprofilen stellen Sie bitte Rohrdimension, Medium und Betriebsbedingungen bereit.
Anwendungsschritte: Rohr reinigen und entgraten, Fase anbringen, Ferrule und Mutter positionieren, Rohr bis zum Anschlag einführen, Mutter gemäß Vorgabe anziehen, Dichtheitsprüfung durchführen.