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Softstart-Verschraubungen von Parker Legris günstig kaufen
Parker Legris Softstart-Verschraubungen verhindern plötzliche Druckspitzen und schützen Ihre Anlage durch progressiven Druckanstieg im vorgelagerten Kreislauf.
7860 - Softstart-Verschraubungen für Absperrventil
7861 - Softstart-Verschraubungen für Absperrventil
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Softstart-Verschraubungen von Parker Legris günstig kaufen
Softstart-Verschraubungen von Parker Legris reduzieren beim Druckaufbau in pneumatischen Systemen plötzliche Druckspitzen und schützen Ventile, Schläuche, Zylinder und großvolumige Verbraucher vor mechanischer Belastung. Die Bauweise kombiniert eine präzise Drosselcharakteristik mit robusten Anschlussvarianten und Dichtsystemen, sodass die Verschraubungen in Fertigungsstraßen, Lackierprozessen, Handhabungsrobotern und Demontage-/Montagelinien zuverlässig für harmonisierte Inbetriebnahmen sorgen. Auf dieser Kategorieseite finden Sie eine Auswahl an Ausführungen in messing vernickelt und Polymer, unterschiedlichen Gewinde- und Schlauchanschlüssen sowie Varianten für Inline- und Einschraubmontage.
Konstruktion und Werkstoffe
Die Standardausführungen bestehen aus vernickeltem Messing als korrosionsbeständige Metallvariante und technischen Polymeren für reduzierte Masse und chemische Beständigkeit. Messing vernickelt bietet hohe mechanische Festigkeit, Temperaturbeständigkeit und gute Korrosionsresistenz in industriellen Umgebungen. Polymer-Ausführungen reduzieren das Gewicht und ermöglichen elektrische Isolation sowie verbesserte Beständigkeit gegenüber bestimmten Chemikalien und Reinigungsmitteln. Die Ventilkerne und Drosselspindeln sind meist aus gehärtetem Stahl oder Edelstahl gefertigt, um Verschleiß bei häufigen Regelbewegungen zu minimieren. Abdichtungen verwenden NBR (Nitrilkautschuk), FKM (Viton) oder EPDM abhängig von Temperatur- und Mediumanforderungen; FKM wird bevorzugt bei höheren Temperaturen und ölhaltigen Anwendungen, EPDM bei Wasserdampf und alkalischen Medien.
Werkstoffe und typische Einsatzvorteile:
- Vernickeltes Messing: hohe Festigkeit, Temperaturstabilität, gute Dichtigkeit; eignet sich für allgemeine Industrieanwendungen.
- Technische Polymere: geringere Masse, elektrische Isolation, chemische Beständigkeit; ideal für korrosive Umgebungen und mobile Geräte.
- Innenkomponenten aus Edelstahl oder gehärtetem Stahl: lange Lebensdauer bei häufigen Regelzyklen.
- Dichtungen: Auswahl NBR, FKM, EPDM je nach Medium und Temperatur.
Anschlüsse, Bauformen und Einbaulagen
Softstart-Verschraubungen sind in verschiedenen Anschlussnormen erhältlich: metrische Gewinde (ISO/EN), BSPP/BSPT und Schnellverschraubungen für Kunststoff- oder PU-Schläuche. Die gängigsten Bauformen sind Inline-Drosseln mit einstellbarer Spindel, Rückschlagkombinationen (Drossel mit integriertem Rückschlagventil) sowie Einschraub-Module mit integriertem Festanschluss. Für platzkritische Anwendungen stehen kompakte Winkelanschlüsse zur Verfügung. Montageorientiert sind die Verschraubungen so ausgelegt, dass die Einstellspindel entweder frontal oder radial zugänglich ist; einige Modelle bieten eine feststellbare Einstellmutter zur Verriegelung der gewünschten Durchflussbegrenzung.
Funktionale Kennwerte und Leistungsdaten
Wichtige technische Daten, auf die beim Einsatz zu achten ist, umfassen Nenndurchfluss (l/min), maximale Betriebsdrucke (typisch bis 16 bar bei Metallausführung), Druckverlust bei geschlossener Stellung, Temperaturbereich (Polymer typisch -20 °C bis +80 °C; Messing vernickelt häufig -20 °C bis +120 °C) sowie das Einschwingverhalten. Für Anwendungen mit hohem Volumenstrom oder großen Leitungslängen sind speziell dimensionierte Softstart-Module erforderlich, die den Druckanstieg über längere Zeiträume kontrollieren, um Druckwellen in Rohnetzsystemen zu vermeiden. Die Drosselcharakteristik ist meist linear oder progressiv ausgelegt; bei Prozessanlagen ist die Kenntnis dieser Kennlinie wichtig, um Anlaufzeiten und Druckanstieg korrekt zu planen.
Anwendungsbeispiele aus der Praxis
Kurzbeschreibung: Drei praxisnahe Szenarien mit konkreter Produktwahl, Einbauhinweisen und Effekten auf Anlage und Prozess.
Beispiel 1 – Roboterzellen in der Serienmontage: In einer Montagelinie mit sechs Industrierobotern treten beim gleichzeitigen Hochfahren der Druckluftversorgung wiederholt Ventilschäden und Lageabweichungen auf. Die Lösung besteht im Einbau von Parker Legris Softstart-Verschraubungen messing vernickelt direkt vor den Hauptventilinseln. Die Drosseln werden so eingestellt, dass der Druckanstieg auf 0,5–1 bar/s begrenzt wird. Ergebnis: Reduzierte Stoßbelastung auf Ventilstößel, weniger Fehlpositionierungen und eine Verringerung von Wartungsintervallen um 40 Prozent.
Beispiel 2 – Lackier- und Trocknungsanlage: In einer Spritzkabine führt schneller Druckaufbau zu Verspritzungen und ungleichmäßigen Sprühbildungen. Hier kommen polymerbasierte Softstart-Verschraubungen in Kombination mit EPDM-Dichtungen zum Einsatz, um chemische Beständigkeit gegen Lösungsmittel zu gewährleisten. Die Verschraubungen werden an den Zuleitungen der Dosierpumpen eingebaut und so eingestellt, dass der Druckanstieg über 2–3 Sekunden erfolgt. Ergebnis: Konstanteres Sprühbild, reduzierte Nacharbeit und geringerer Materialverbrauch.
Beispiel 3 – Druckluftnetz in Metallverarbeitung: Eine Hallenversorgung mit langen Leitungswegen erzeugt beim Hochfahren Druckstöße, die Filter und Messgeräte beschädigen. Hier werden Inline-Softstart-Module in den Hauptzuleitungen kombiniert mit Rückschlagfunktionen installiert. Durch den gesteuerten Anstieg werden Druckwellen abgeschwächt, sensitive Messgeräte bleiben innerhalb ihrer zulässigen Druckanstiege. Ergebnis: Verlängerte Lebensdauer von Filtern und Messumformern, stabilere Prozesswerte.
Einbau, Einstellung und Wartung
Der Einbau erfolgt bevorzugt nahe am zu schützenden Bauteil, um Druckspitzen zwischen Drossel und Verbraucher zu minimieren. Bei mehrstufigen Versorgungen sollten Softstart-Verschraubungen in hierarchischer Reihenfolge installiert werden: grobe Regelung am Hauptkanal, feinere Regelung nahe kritischer Verbraucher. Die Einstellung erfolgt durch Verdrehen der Einstellspindel bis zum gewünschten Anschlag; eine Kalibrierung mittels Manometer und schrittweiser Lastaufnahme stellt den gewünschten Druckanstieg sicher. Zur Wartung gehört die regelmäßige Kontrolle der Dichtungen, die Schmierung beweglicher Teile (je nach Material) und die Prüfung auf Undichtigkeiten bei Nennbetrieb. Polymerausführungen erfordern periodische Sichtprüfungen auf Rissbildung bei chemischer Belastung. Ersatzteile wie Dichtungsringe und Federn sollten im Ersatzteillager verfügbar sein, um Ausfallzeiten zu minimieren.
Kompatibilität und Auswahlkriterien
Die Auswahl richtet sich nach Medium, Druckbereich, Temperatur, Durchflussmenge und Anschlussform. Für Ölumgebungen und höhere Temperaturbereiche sind messing vernickelt ausgeführte Softstart-Verschraubungen mit FKM-Dichtungen vorzuziehen. Für korrosive oder elektrisch isolierende Anforderungen eignen sich Varianten aus Polymer mit EPDM- oder NBR-Dichtungen. Bei Retrofit-Projekten ist auf Gewinde- und Schlauchnormen zu achten; kompatible Adapter reduzieren Umrüstaufwand. Bei Anwendungen mit zyklischer Belastung ist auf langlebige Innenmaterialien (Edelstahl/gehärteter Stahl) und leicht zugängliche Einstellmechaniken zu achten.
Normen, Sicherheit und Prüfanforderungen
Softstart-Verschraubungen müssen Dichtheitsprüfungen und Drucktests gemäß einschlägiger Normen bestehen. In sicherheitsrelevanten Anlagen sind sie als Teil des Druckluftsystems in Sicherheitskonzepte einzubinden. Dokumentation der Einstellparameter, Prüfprotokolle und Materialzertifikate sind für Audit- und Zertifizierungsprozesse bereitzuhalten. Bei Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen sind zusätzliche Zulassungen und die Vermeidung elektrostatischer Aufladung bei Polymerteilen zu berücksichtigen.
Weitere technische Informationen und Produktdatenblätter finden Sie auf unserer Technikseite: maku-industrie.de/technik. Praxisorientierte Anwendungsberichte und detaillierte Fallstudien sind unter maku-industrie.de/anwendungsbeispiele verfügbar.