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Signalverschraubungen zur Erkennung von Druckabfall
Die Parker Legris Signalverschraubungen dienen der Registrierung von Druckabfällen. Sie werden im allgemeinen zur Endlagenabtastung eingesetzt und können auf Zylinder und Wegeventile montiert werden. Sobald der Druck in der Entlüftungskammer unter die Ansprechgrenze des Rückschlagdrucks der Signalverschraubung fällt, wird von dieser ein Signal ausgesendet. Äußerst präzise Funktionsweise.
7828 - Pneumatisch / elektrische Signalverschraubungen
Signalverschraubungen zur Erkennung von Druckabfall
Signalverschraubungen von Parker Legris ermöglichen die automatisierte Erkennung von Druckabfall in pneumatischen Systemen durch zuverlässige Endlagenabtastung des Zylinderkolbens. Diese Funktionsverschraubungen kombinieren mechanische Anschlüsse mit elektrischen oder pneumatischen Signalausgängen und sind verfügbar mit Anschlussgewinden 1/8", 1/4", 3/8", 1/2" und M5x0,8. Ihr Einsatz reduziert Stillstandszeiten, erleichtert Wartungsplanung und erhöht Betriebssicherheit in Fertigungsanlagen, Positioniersystemen und automatisierten Transportvorrichtungen.
Produktaufbau und Materialien
Signalverschraubungen bestehen aus einem Gehäuse, einem Dichtelement, einem Schaltelement und Anschlüssen für Pneumatik und Elektrik. Typische Gehäusematerialien sind messingvernickelte Legierungen für Korrosionsbeständigkeit, technischer Kunststoff (z. B. PBT, PA) zur Gewichtsreduzierung und Edelstahlvarianten für erhöhte Beständigkeit gegen aggressive Umgebungen und Reinigungsmedien. Dichtungen werden meist aus NBR (Nitril-Butadien-Kautschuk) oder FKM (Fluorkautschuk) gefertigt; NBR bietet gute Beständigkeit gegen Öle und allgemeine Hydraulikfluide, FKM ist bei höheren Temperaturen und aggressiveren Medien vorteilhaft. Die Kontaktteile und Schaltelemente sind vergoldet oder verzinnt ausgeführt, um Lebensdauer und Kontaktqualität zu sichern. Bei Gehäusen mit hoher chemischer Belastung empfiehlt sich die Edelstahl- oder Hochleistungskunststoff-Variante.
Anschlüsse, Gewinde und Schnittstellen
Die Auswahl der Anschlussgewinde beeinflusst Dichtflächen, Montageaufwand und Kompatibilität mit vorhandenen Leitungen. Parker Legris bietet die Signalverschraubungen in den folgenden Standardgewinden:
1/8", 1/4", 3/8", 1/2" BSP/NPT Varianten und metrisch M5x0,8
Diese Gewindevarianten erlauben direkte Integration an Zylinder, Ventile und Verteiler. Neben Schraubanschlüssen sind häufig Schnellsteckanschlüsse für Polyurethan- oder Polyamidrohre erhältlich, die Montagezeit und Dichtungsbedarf reduzieren. Elektrische Anschlüsse folgen Industriestandards wie M8/M12 Stecker, Kabelausgänge mit Schutzschlauch oder verschraubten Steckverbindern für einfache Feldverdrahtung. Achten Sie bei der Auswahl auf die Kompatibilität zwischen Pneumatikgewinde (BSP vs. NPT) und elektrischen Schutzarten (IP65 bis IP67), um Leckagen und Fehlfunktionen im Produktionsumfeld zu vermeiden.
Dichtungs- und Schutzkonzepte
Dichtheit ist zentral für die Funktion der Signalverschraubungen. Neben O-Ringen werden oft kombinierte Dichtsysteme eingesetzt: eine primäre Metall- oder Kunststoffsitzfläche sowie sekundäre Elastomerdichtungen, um Vibrationen und thermische Belastungen abzufangen. In Anwendungen mit stärkeren Schmutz- oder Feuchteeinträgen sind verschraubbare Schutzkappen und IP-zertifizierte Gehäuseoberflächen empfehlenswert. Für Hochtemperaturprozesse bieten Hersteller spezielle Dichtungsmaterialien sowie wärmebeständige Kunststoffoptionen an.
Elektrische und pneumatische Funktionsprinzipien
Signalverschraubungen funktionieren entweder elektrisch, pneumatisch oder hybrid. Elektrische Varianten schalten bei Kontakt mit dem Kolben über Hall-, Reed- oder Schaltkontakte und geben ein digitales Signal an SPS oder Steuergeräte. Pneumatische Varianten leiten Druckluft weiter oder blockieren sie und erzeugen so ein Drucksignal, das in nachgeschalteten Druckmessern oder Ventilen verarbeitet wird. Hybride Typen kombinieren beides: ein pneumatisches Ausgangssignal für einfache logische Verknüpfungen vor Ort und ein elektrisches Signal für zentrale Steuerungen. Wählen Sie die Bauart gemäß geforderter Reaktionszeit, Störsicherheit und Integrationsanforderungen in die Steuerungstechnik.
Anwendungsbereiche und Leistungsanforderungen
Signalverschraubungen werden dort eingesetzt, wo die zuverlässige Erkennung von Kolbenendlagen, Positionen oder Druckabfall nötig ist: Automatisierte Montagezellen, Spritzgussentnahmepositionen, Verpackungsmaschinen, Fördertechnik und Prüfstände. In der Lebensmittel- und Pharmaindustrie sind edelstahlgefertigte sowie FDA-konforme Dichtstoffe gefordert. In rauen Fertigungsumgebungen sind erhöhte IP-Schutzklassen und vibrationsfeste Befestigungselemente entscheidend. Bei hohen Schaltfrequenzen ist die Wahl eines verschleißarmen Schaltelements (z. B. Hall-Sensor statt mechanischer Kontakte) sinnvoll.
Montage, Inbetriebnahme und Wartung
Vor der Montage sind Gewinde und Dichtflächen zu reinigen und mit geeigneten Dichtmitteln (bei NPT-Gewinden) oder Schraubensicherungen zu versehen. Bei BSP-Gewinden genügen meist O-Ring-Dichtungen, mechanisch sauber gerichtete Auflageflächen und korrektes Anzugsdrehmoment laut Herstellerangaben. Die elektrische Anschlussleitung ist gemäß Schutzanforderungen zu führen, erdende Schirmungen einzusetzen und Steckverbindungen mit Sicherungslaschen zu versehen. Wartungsintervall richtet sich nach Belastung: Sichtprüfung der Dichtungen, Funktionsprüfung der Schaltschwelle und Austausch von Elastomeren alle 12–24 Monate sind gängige Praxis. Dokumentierte Prüfprotokolle und Ersatzteillisten erhöhen Verfügbarkeit.
Praxisbeispiel 1: Endlagenüberwachung an Pneumatikzylinder
In einer Montagezelle zur Platinenbestückung werden Pneumatikzylinder mit Signalverschraubungen bestückt, die die Endlage des Kolbens melden. Die elektrische Variante mit M8-Stecker liefert ein digitales Signal an die SPS, sobald der Kolben die Sollposition erreicht hat. Das Signal steuert die Verriegelung eines Greifers und erlaubt synchronisierte Taktfolgen. Dank vergoldeter Kontakte bleiben Schaltschwellen auch bei hoher Feuchtigkeit und leitfähigen Partikeln stabil.
Praxisbeispiel 2: Druckabfall-Erkennung in Fördertechnik
In einem pneumatisch betriebenen Fördersystem mit mehreren Schwenkeinheiten werden Signalverschraubungen pneumatisch verwendet, um Druckabfälle in Teillinien schnell zu erkennen und die Zufuhr zu stoppen, bevor Produktverschleppungen entstehen. Die Verschraubungen sind mit FKM-Dichtungen und einem verschraubten Metallgehäuse ausgestattet, um Reinigungsmedien und Ölnebel zu widerstehen. Eingebundene Druckschalter erlauben lokale Diagnose ohne Eingriff in die zentrale Steuerung.
Praxisbeispiel 3: Hygienische Anwendung in der Lebensmittelproduktion
In einer Abfüllanlage überwachen Edelstahl-Signalverschraubungen die Kolbenlage von Ventilstellern. Die Gehäuse sind glattflächig poliert, Dichtungen FKM-konform und alle elektrischen Verbindungen IP67-geschützt. Die Messeinheit ist in die Prozesssteuerung integriert, um Füllvolumen und Zykluszeiten präzise zu regeln und Reinigungszyklen automatisch auszulösen.
Integration und Ersatzteilmanagement
Für störungsfreien Betrieb empfiehlt sich die Auswahl von Signalverschraubungen mit standardisierten Steckern und Austauschmodulen. Dokumentieren Sie Hersteller- und Artikelnummern, Lagern Sie O-Ringe und elektronische Schaltmodule als Ersatzteile und prüfen Sie Kompatibilität mit vorhandenen Zylindern oder Ventilinseln. Weitere technische Informationen und Anwendungsbeispiele finden Sie unter maku-industrie.de/technik und konkrete Praxisfälle unter maku-industrie.de/anwendungsbeispiele.
Auswahlkriterien zusammengefasst
Wählen Sie Signalverschraubungen nach folgenden Gesichtspunkten:
- Gewinde- und Anschlussgröße
- Dichtmaterial
- Schutzart
- Schaltprinzip
- Material des Gehäuses