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Parker Legris Klemmringverschraubungen aus Messing bestellen
Parker Legris Klemmring-Verschraubungen bieten eine optimale Dichtung. Sie sind leicht zu montieren und bieten eine kompakte Bauweise. Parker Legris Klemmring-Verschraubungen sind mit unterschiedlichen Rohrvarianten erhältlich. Sie bieten eine exzellente Druck- und Temperaturbeständigkeit. Erlauben einen Nenndruck bis zu 50 bar, abhängig von Rohrmaterial und Durchmesser und einen Einsatz bei Temperaturen von -40° bis +100° C.
0111 - Klemmringe nach BNA zertifiziert
0112 - Verlängerte Überwurfmuttern für Klemmverschraubungen
0113 - Schlauchverbinder mit Befestigungsbohrung
0118 - Winkel-Schwenkverschraubungen
0125 - Verschlussschraube für Klemmverschraubungen
0126 - Blindstopfen für Klemmverschraubungen
0165 - Doppelschlauchtüllen für flexible Schläuche
Parker Legris Klemmringverschraubungen Messing: technische Eigenschaften und Einsatzbereiche
Parker Legris Klemmringverschraubungen aus Messing verbinden Rohre und Schläuche in Pneumatik- und Fluidtechniksystemen mit Schwerpunkt auf mitteldruck-Anwendungen. Messing als Werkstoff bietet eine ausgewogene Kombination aus mechanischer Festigkeit, Korrosionsbeständigkeit und guter Bearbeitbarkeit. Die Bauformen reichen bei Parker Legris typischerweise von geraden Verschraubungen über Winkel- und T-Stücke bis zu L-Verschraubungen, Y- und Kreuzstück-Varianten sowie Tüllen und Schlauchverbindern. Diese Vielfalt erlaubt Anpassungen an Rohr- und Schlauchmaterialien wie Kupfer, Edelstahl, PE, PA und diverse Gummi- sowie Kunststoffschläuche.
Werkstoff und Oberflächen
Messinglegierungen für Klemmringverschraubungen sind üblicherweise CW614N/CW617N oder vergleichbar, sie bieten eine Zug- und Druckfestigkeit, die für Pneumatik bis in den mittleren Druckbereich ausgelegt ist. Die Oberflächen sind blank vernickelt, verchromt oder roh messingt, abhängig von Korrosionsschutzbedarf und elektrischer Leitfähigkeit. Für Anwendungen mit Kontakt zu aggressiveren Medien stehen zusätzlich vernickelte Ausführungen zur Verfügung. Dichtflächen und Innenbohrungen sind auf Maßhaltigkeit bearbeitet, um Druckverluste und Leckagen zu minimieren.
Konstruktion und Dichtelemente
Die Klemmringverschraubungen nutzen einen konischen Klemmring und Mutter-Prinzip; der Klemmring erzeugt eine formschlüssige Verbindung zwischen Rohr und Verschraubung. Typische Dichtungen sind O-Ringe aus NBR (Nitril), FKM (Viton) oder EPDM, wählbar je nach Medium, Temperaturbereich und chemischer Beständigkeit. NBR eignet sich für Öle und Druckluft bis ca. 120 °C, FKM für höhere Temperaturen und aggressive Medien, EPDM für Wassersysteme und Dampfanwendungen. Bei metallisch dichten Ausführungen kommt teilweise eine metallische Pressverbindung zum Einsatz, die keine Elastomerdichtung benötigt und höhere Beständigkeit gegen wechselnde Drücke bietet.
Anschlüsse, Abmessungen und Kompatibilität
Parker Legris Klemmringverschraubungen sind in metrischen und Zoll-Abmessungen erhältlich, um Normrohre (z. B. DIN EN ISO, EN 10305) und handelsübliche Schläuche aufzunehmen. Typische Nennweiten reichen von 4 mm bis 28 mm Rohr-Außendurchmesser. Anschlussgewinde folgen gängigen Standards wie R (BSPP), G (BSP), NPT oder metrischen Feingewinden; Gewindearten und Dichtungsausführungen sind entscheidend für die Dichtigkeit der Einschraubverschraubung. Für den Aufbau modularer Systeme sind Übergangsstücke und Adapter erhältlich, die eine Verbindung zu Fittings anderer Hersteller ermöglichen. Bei Auswahl auf die Durchgangsbohrung achten, da diese den Druckverlust und Strömungswiderstand beeinflusst.
Mechanische Belastbarkeit und Druckbereiche
Messing-Klemmringverschraubungen sind für mitteldruckige Pneumatiksysteme und flüssige Medien ausgelegt. Betriebsdrücke variieren je nach Nennweite, Rohrmaterial und Dichtung, typische Maximalwerte liegen zwischen 16 bar und 25 bar; bei kleineren Durchmessern können höhere Drücke zulässig sein. Temperaturbereiche bewegen sich abhängig von Dichtung und Messinglegierung meist zwischen -20 °C und +120 °C. Für Anwendungen mit häufigen Druckstößen oder Schwingbelastung empfiehlt sich die Verwendung von verstärkten Klemmringen und eine Prüfung gegen Ermüdung sowie das Einhalten der vorgegebenen Anziehdrehmomente.
Montage und Installationshinweise
Vor der Montage Rohrende entgraten und ggf. auf Beschädigungen prüfen. Rohr bis zum Anschlag einschieben, Mutter handfest anziehen und dann gemäß Herstellerangabe final mit definiertem Drehmoment anziehen, um Überdehnung des Rohres und Beschädigung des Klemmrings zu vermeiden. Bei Schläuchen zuerst die passende Tülle aufschieben, dann den Schlauch mit dem Klemmring verbinden. Nach Montage Funktions- und Dichtigkeitsprüfung durchführen; bei pneumatischen Systemen empfiehlt sich ein Lecksugetest mit Druckluft und Seifenlösung oder einem geeigneten Lecksuchgerät. Bei wiederverwendeten Klemmringen ist die Integrität kritisch: Klemmringe sind Verschleißteile und sollten bei Deformation oder nach mehrfacher Demontage ersetzt werden.
Anwendungsbeispiele aus der Praxis
Beispiel 1 – Pneumatische Steuerung in Montagezellen: In einer Produktionslinie werden Parker Legris Gerade Verschraubungen aus Messing eingesetzt, um vernetzte Druckluftleitungen zwischen Ventilinseln und Zylindern zu verbinden. Rohrleitungen aus Kupfer mit 8 mm Außendurchmesser werden mit geraden Einschraubverschraubungen und NBR-O-Ringen montiert. Die Montage erfolgt durch Einstecken und Anziehen der Mutter mit empfohlenem Drehmoment, gefolgt von einem Lecktest bei 6 bar Betriebsdruck. Vorteil: präzise Wiederholbarkeit und niedrige Leckrate unter zyklischer Belastung.
Beispiel 2 – Kühlmittelverteilung in Werkzeugmaschinen: Zur Verteilung von Wasser-glykol-Gemischen werden Winkelstücke und T-Stücke aus vernickeltem Messing verwendet. EPDM-Dichtungen verhindern Quellung durch das Kühlmittel. Die Klemmringverschraubungen verbinden PE-Rohre und ermöglichen einfache Umverlegung der Leitung bei Wartung. Montagefehler vermeidet man durch saubere Rohrenden und Einhaltung der Anziehdrehmomente.
Beispiel 3 – Laborversuchseinrichtung mit Gasen: Für Versuchsaufbauten mit Inertgasen werden Y-Verschraubungen und Tüllen verwendet. Aufgrund der gasförmigen Medien werden FKM-O-Ringe eingesetzt, um Diffusion und chemische Angriffe zu minimieren. Die Verschraubungen werden vorzugsweise mit weichen Kupferdichtungen an den Gewindeübergängen kombiniert, um Leckraten unter 10^-6 mbar·l/s zu erreichen.
Kompatibilität mit Rohr- und Schlauchtypen
Klemmringverschraubungen passen zu harten Metallrohren wie Kupfer, Messing und Edelstahl sowie zu thermoplastischen Rohren wie PA, PE und PTFE. Bei weichen Schläuchen ist die passende Tülle entscheidend, um Knick- und Quetschstellen zu verhindern. Die Auswahl der Klemmringe ist an das Rohrmaterial anzupassen: harte Rohre erfordern präzise bearbeitete Ringe, flexible Schläuche benötigen oft zusätzliche Schlauchschellen zur Sicherung. Bei gasdichten Systemen sind metallische Dichtverbindungen oder Hartdichtungen zu bevorzugen.
Wartung, Prüfung und Ersatzteile
Regelmäßige Sichtprüfung auf Korrosion, Rissbildung oder Deformation ist erforderlich. Dichtungswechselintervalle richten sich nach Medium, Temperatur und Zyklenzahl; O-Ringe sind typische Verschleißteile. Bei Leckage oder nach bestimmter Betriebszeit sollten Klemmringe ersetzt werden. Für Instandhaltung empfiehlt sich Vorrat an Muttern, Klemmringen und gängigen O-Ring-Materialien zu halten. Druck- und Dichtheitsprüfungen nach Montage zählen zur Abnahmeprozedur in der Industrie.
Beschaffungs- und Normhinweise
Parker Legris Fittings erfüllen gängige industrielle Normen und Qualitätsstandards; technische Datenblätter geben Hinweise zu Material, Druckbelastbarkeit und Temperaturbereichen. Beim Einkauf auf exakte Gewindeangaben, Nennweite und Dichtungswerkstoff achten. Weitere technische Informationen und Anwendungsbeispiele finden Sie auf der Technikseite des Anbieters sowie in den Praxisbeispielen: Technik und Anwendungsbeispiele.
Wählen Sie Messingvarianten für mittlere Drücke und moderate Korrosionsbelastung; für aggressive Chemikalien auf Oberflächenbeschichtung und Dichtmaterialien achten.
Konkrete Auswahlkriterien für die Bestellung
Bei Bestellung von Parker Legris Klemmringverschraubungen aus Messing benötigen Sie Angaben zu Rohr- oder Schlauchaußendurchmesser, Anschlussgewinde (z. B. G, R, NPT), gewünschter Dichtung (NBR, FKM, EPDM), Betriebsdruck, Betriebstemperatur und Medium. Zusätzliche Anforderungen wie Oberflächenveredelung, spezielle Klemmringe für Edelstahlrohre oder metallische Dichtungen sollten ebenfalls spezifiziert werden. Dokumentieren Sie die Einbausituation (z. B. Schwingungen, Biegeradien, zugelassene Montagewerkzeuge), um die passende Varianten zu wählen.
Best Practice Hinweise
Setzen Sie bei längeren Leitungsführungen Zwischenhalter und Entkopplungselemente ein, um Zug- und Schwingbelastungen von den Verschraubungen fernzuhalten. Vermeiden Sie Mehrfachmontagen und wiederholtes Anziehen alter Klemmringe. Prüfen Sie bei Gasanwendungen die Kompatibilität der O-Ringe hinsichtlich Diffusion und Permeation. Ein standardisierter Ersatzteilbestand reduziert Ausfallzeiten in der Produktion.