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Druckluftmotoren mit Haltebremse von Mannesmann Demag online bestellen
Die Baureihen MUB 17 und MUB 23 sind mit einer kraftschlüssigen Haltebremse ausgerüstet. Diese wird direkt mit der Zuluftleitung der Druckluftmotoren betätigt.
Es wird keine zusätzliche Steuerleitung benötigt.
Die maximale Haltekraft der Haltebremse ist gleich dem Startmoment.
Druckluftmotoren 0,23 kW mit integrierter Bremse Druckluftmotor
MUB 23-30 F100 Druckluftmotor
Preis auf Anfrage
Druckluftmotoren mit Haltebremse von Mannesmann Demag online bestellen
Druckluftmotoren mit Haltebremse von Mannesmann Demag bieten eine kompakte Lösung für Anwendungen, die pneumatischen Antrieb und zuverlässige, kraftschlüssige Haltefunktionen ohne zusätzliche Steuerleitungen erfordern. Diese Module kombinieren die Vorteile drehmomentstarker Druckluftmotoren mit einer integrierten Trommel- oder Fliehkraftbremse, die bei Druckabfall automatisch arretiert. Typische Einsatzbereiche sind Positionieraufgaben in Fertigungszellen, stationäre Antriebe in Fördertechnik und Sicherheitsbremsen an handbetätigten Vorrichtungen.
Konstruktion und Werkstoffe
Das Grundgehäuse der Mannesmann Demag Bremsmotoren besteht in der Regel aus druckgegossenem Aluminium oder geschmiedetem Stahl, abhängig von Leistungsklasse und Umgebungsbeanspruchung. Aluminiumgehäuse reduzieren Masse und verbessern die Wärmeabfuhr, Stahlgehäuse erhöhen die Schwingfestigkeit bei hohen Lasten. Wellen und Passstücke sind üblicherweise aus Vergütungsstahl (z. B. 42CrMo4) gefertigt und gehärtet, um Verschleiß durch Kupplungen und Naben zu minimieren. Lagerstellen verwenden doppelreihige Rollen- oder Präzisionskugellager, oft mit axialem Halt, um Axial- und Radialkräfte bei Bremsbetrieb aufzunehmen.
Dichtungen, Anschlüsse und Luftversorgung
Die Dichtigkeit der Antriebe wird über NBR- oder FKM-Dichtungen (Viton) sichergestellt; FKM kommt bei höheren Temperaturen oder chemisch aggressiveren Medien zum Einsatz. Einfache Wartungszugänglichkeit ist bei den Serviceöffnungen für Dichtungssatzwechsel berücksichtigt. Die Luftanschlüsse entsprechen meist ISO-Standardgewinden oder Schnellanschlussnippeln; bei Bedarf sind Versionen mit Flanschanschluss verfügbar. Für einen stabilen Betrieb ist eine aufbereitete Druckluft mit Ölnebel- oder Ölung-in-Line notwendig, um Kolben- und Lagerreibung konstant zu halten. Empfohlener Betriebsdruck und Durchflusswerte sind in den Datenblättern aufgeführt; Druckstöße sollten mit Drosselrückschlagventilen gemindert werden.
Bauformen und Montagemöglichkeiten
Mannesmann Demag bietet Bremsmotoren in mehreren Bauformen: zylindrische Inline-Motoren, Winkelgetriebe mit integrierter Bremse und flanschmontierte Varianten für robuste Maschinenrahmen. Die Montagepunkte sind standardisiert nach IEC- bzw. NEMA-ähnlichen Abmessungen, um Austauschbarkeit zu gewährleisten. Flanschversionen ermöglichen axiale Kraftableitung direkt in die Maschinenstruktur, während Fußmontage flexiblere Justage erlaubt. Bei beengten Einbauräumen sind Winkelgetriebe mit integriertem Bremsgehäuse und kurzem Achsabstand erhältlich.
Bremsprinzip und Leistungsparameter
Die Bremsen arbeiten kraftschlüssig: Bei Luftdruck vorhanden ist die Motorwelle frei drehbar; fällt der Druck ab, greifen Bremsbeläge gegen die Trommel oder Scheibe und blockieren die Welle. Diese Selbsttätigkeit macht zusätzliche Steuerleitungen überflüssig und erhöht Ausfallsicherheit. Wichtige Kenngrößen sind Haltemoment, Reaktionszeit beim Druckabfall, maximale Drehzahl und thermische Belastbarkeit der Bremse. Haltemomente sind typischerweise in Nm angegeben und müssen auf die maximale Rückdrehkraft der Anwendung ausgelegt werden. Für zyklische Anwendungen sind Bremsbeläge mit hoher Temperaturbeständigkeit und geringer Ausglühneigung zu wählen.
Elektrische und pneumatische Steuerungsempfehlungen
Obwohl die Haltefunktion rein pneumatisch arbeitet, empfiehlt sich die Kombination mit Failsafe-Steuerungen und Drucküberwachungssensorik zur Anlagenintegration. Ein 3/2-Wegeventil mit Rückstellung sichert das Ein- und Ausschalten der Luftversorgung; Entlüftungsbohrungen und Schalldämpfer verringern Druckstoßgeräusche. Für präzise Steueraufgaben kann die Druckversorgung über Proportionalventile geregelt werden, um Anlaufdrehmoment und Beschleunigungsphasen fein zu modulieren.
Anschluss- und Wartungshinweise
Die Luftleitungen sollten kurz, mit geeigneter Dimensionierung und möglichst ohne scharfe Biegungen ausgeführt werden. Partikelfilter, Wasserabscheider und Druckregler im Versorgungsstrang verlängern die Lebensdauer. Wartungsintervalle richten sich nach Betriebsstunden und Einsatzbedingungen: Regelmäßige Überprüfung der Bremsbeläge, Kontrolle der Dichtungen auf Leckage sowie Schmierung der Lager sind erforderlich. Bei Verschleiß empfiehlt sich der Austausch kompletter Bremskammern als Einheit, um Justagefehler zu vermeiden.
Praxisbeispiele
Beispiel 1 — Positionierung einer Hülseneinheit in der mechanischen Presse: Ein zylindrischer Druckluftmotor mit integrierter Haltebremse wird flanschseitig an der Presse montiert. Während des Hubzyklus liefert der Motor das Antriebsdrehmoment, bei Stillstand arretiert die Bremse sofort und verhindert ein Zurückschlagen der Hülseneinheit. Ein Drucküberwachungssensor im Versorgungsstrang meldet der SPS den sicheren Haltezustand.
Beispiel 2 — Zuführband mit intermittierender Sperrfunktion: In einer Zuführanlage ersetzt ein Winkelmotor mit Haltebremse eine separate Bremseinheit. Die kompakte Bauform reduziert Platzbedarf. Bei Luftausfall hält die Bremse das Band, wodurch Nachlauf und Materialstapelung ausgeschlossen sind. Die Luftversorgung besitzt redundante Filtration und Wasserabscheidung, um Belagbildung an der Bremstrommel zu vermeiden.
Beispiel 3 — Handverstellbare Verriegelung in Schweißzellen: Ein Bremsmotor dient als manuelle Verriegelung: Bediener drehen die Welle gegen ein geringes Anlaufdrehmoment, die Bremse hält die Position selbst bei ausgeschalteter Anlage. Korrosionsbeständige Dichtungen und Edelstahlwellen sind hier Standard, da Spritzwasser und Schleifpartikel zu erwarten sind. Weitere Anwendungsfälle und technische Details finden Sie unter Anwendungsbeispiele und technische Spezifikationen unter Technik.
Auswahlkriterien und Dimensionierung
Zur Auswahl des passenden Bremsmotors sind die zu haltenden Massen, die maximale Rückdrehkraft, die erforderliche Haltezeit sowie die Umgebungsbedingungen maßgeblich. Berücksichtigen Sie dynamische Lastwechsel, Start-Stopp-Frequenz und thermische Belastung der Bremse. Bei kontinuierlicher oder hochfrequenter Nutzung sind Bremsen mit größerer Reibfläche und höherer Temperaturbeständigkeit zu bevorzugen. Legen Sie außerdem Wert auf standardisierte Anschlussmaße und Verfügbarkeit von Ersatzdichtungen und Bremsbelägen.
Kompatibilität und Austauschbarkeit
Mannesmann Demag-Bremsmotoren sind auf Austauschbarkeit ausgelegt; Maul- und Passflächen entsprechen Industriestandards. Achten Sie beim Austausch auf Wellenabmessungen, Passfeder- oder Keilnuten sowie Flanschbefestigung. Ersatzteilkataloge und Servicekits vereinfachen die Instandhaltung und reduzieren Ausfallzeiten.