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Cleco PTH Impulsschrauber mit Abschaltung online kaufen
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Cleco PTH Impulsschrauber mit Abschaltung — präzise Drehmomentkontrolle für industrielle Schraubprozesse
Cleco PTH Impulsschrauber mit Abschaltung sind für industrielle Montageaufgaben konzipiert, bei denen wiederholgenaues Anziehen und Prozesssicherheit erforderlich sind. Die Abschaltfunktion trennt den Schrauber motorisch vom Werkstück, sobald das eingestellte Drehmoment erreicht ist. Das reduziert Überdrehungen, minimiert Gewindeschäden und sorgt für konstante Verbindungen in Serienfertigung und Instandhaltung. Typische Einsatzfelder sind Automobilbau, Karosseriebau, Nutzfahrzeuge, Schweiß- und Montagebänder sowie Komponentenmontage in Maschinen- und Anlagenbau.
Funktion und Aufbau
Im Kern besteht ein PTH-Impulsschrauber aus einem pneumatischen Motor, mehrstufiger Schlagmechanik, einer elektronisch/mechanischen Abschaltkupplung und einem Präzisionsgetriebe. Die Impulstechnik überträgt das Drehmoment in kurzen Schub- oder Impulsfolgen, wodurch erhöhte Wirkungsgrade bei geringeren Rückschlägen erzielt werden. Die Abschaltung arbeitet entweder mechanisch über eine Federkupplung mit definierter Schaltkraft oder elektronisch geregelt mit einem Sensor, der das erzeugte Drehmoment erfasst und den Antrieb sofort stoppt. Beide Varianten sind je nach Modell verfügbar und bieten spezifische Vorteile: mechanische Systeme sind robust und wartungsarm, elektronische Systeme ermöglichen feinere Einstellbarkeit und Rückmeldung für Prozessdaten.
Technische Merkmale — Materialien, Dichtungen, Anschlüsse
Gehäuse und mechanische Komponenten bestehen überwiegend aus Aluminiumlegierungen oder gehärtetem Stahl für geringe Masse bei hoher Festigkeit. Handgriffe und Abdeckungen sind thermoplastische Verbundwerkstoffe mit öl- und lösungsmittelresistenter Beschichtung. Verschleißteile wie Schlagwerk und Zahnräder verwenden gehärtete Stähle oder pulvermetallurgische Werkstoffe. Lager sind je nach Modell verwindungssteif mit Nadellagern oder Kugellagern ausgeführt, um Axial- und Radialkräfte aufzunehmen.
Für Versiegelungen werden je nach Einsatzbedingungen unterschiedliche Elastomere eingesetzt: NBR (Acrylnitril-Butadien-Kautschuk) für allgemeine Luft- und Ölanwendungen, FKM/Viton für hohe Temperaturen und chemisch belastete Umgebungen sowie EPDM, wenn Witterungs- oder Dampfbeständigkeit gefordert ist. Detaillierte Angaben zu Dichtungstyp und -material finden sich in den technischen Datenblättern der jeweiligen Cleco-Modelle.
Standardmäßige Druckluftanschlüsse sind 1/4" oder 3/8" NPT/BSP je nach Region; viele Modelle bieten Schnellkupplungsanschlüsse zur schnellen Maschinenintegration. Empfohlener Betriebsdruck liegt typischerweise zwischen 6,2 und 8,3 bar (90–120 psi). Zur Reduzierung von Leistungsverlusten sollten Druckluftleitungen einen Innendurchmesser entsprechend dem Luftbedarf des Schraubers haben; bei langlebigen Installationen sind starre Aluminium- bzw. verzinkte Leitungen mit flexiblen Abschnitten empfohlen.
Drehmomentbereiche, Leerlaufdrehzahlen und Luftverbrauch
Cleco PTH-Impulsschrauber mit Abschaltung decken Drehmomentbereiche von niedrigen 5 Nm bis weit über 200 Nm ab. Leerlaufdrehzahlen variieren je nach Getriebeübersetzung und Motorleistung; typische Werte liegen zwischen 300 und 2.000 min−1. Luftverbrauch ist ein relevanter Auswahlparameter: Leichtbau- und Hochfrequenzmodelle verbrauchen oft 30–100 l/min, hochdrehmomentige Varianten bis 200 l/min und mehr. Beachten Sie, dass die effektive Drehmomentabgabe abhängig ist von Leitungsdruck, Volumenstrom und Schlauchquerschnitt — in der Praxis reduziert eine zu lange oder zu enge Leitung die verfügbare Leistung drastisch.
Schraubspindeln, Aufnahmen und Werkzeuge
Aufnahmen sind üblicherweise 1/4", 3/8" oder 1/2" Vierkant, teilweise mit Vierkantreduzierern oder Schnellwechselfuttern. Für Präzisionsanwendungen empfiehlt sich die Verwendung von Schlagsicherheitsnüssen und -einsätzen, um Stoßbelastungen auf Schrauben und Bauteile zu minimieren. Bei tiefen oder engen Bauteilen sind lange Sechskantaufsätze mit Führungen verfügbar; bei hohen Gewindesteifigkeiten sind drehmomentoptimierte Bits mit definierten Flankenradien wichtig, um Runddrehen zu vermeiden.
Installationshinweise und Wartung
Für zuverlässigen Betrieb ist eine Druckluftaufbereitung mit Filter, Regler und Öler (FRL) zwingend. Feinfilter mit 5 µm, Druckregelung auf Anwendungsniveau und dosierte Schmierölzuführung verlängern Lebensdauer von Motor und Schlagwerk. Regelmäßige Wartung umfasst Schmierung gemäß Herstellerintervallen, Austausch von Dichtungen und Lagern bei festgestellten Spiel- oder Leckanzeichen sowie Überprüfung der Abschaltgenauigkeit. Kalibrierung der Abschaltfunktion gehört in den Prüfplan der Fertigungslinie, mindestens einmal pro Schicht bei kritischen Anwendungen oder in definierten Stückzahlen.
Anwendungsbeispiele aus der Praxis
In einer Automobilkarosserie-Montagelinie werden Cleco PTH-Impulsschrauber mit mechanischer Abschaltung an Punktfügestellen eingesetzt. Die Werkstücke durchlaufen eine fixe Positionierstation, ein Bediener führt den Schrauber an die Schraube, die Abschaltung unterbindet Überdrehen bei formschlusskritischen Blechnähten. Ergebnis: konstante Vorspannung und reduzierte Nacharbeit wegen ausgerissener Gewinde. In einer Getriebemontage ersetzt ein elektronisch abschaltender PTH-Impulsschrauber manuelle Drehmomentschlüssel zur Voranziehung der Befestigungen vor der Endverschraubung; das System kommuniziert Torque-Daten an die Liniensteuerung zur Chargenerfassung.
Bei der Instandhaltung von Industrieaggregate werden kompakte Modelle mit niedrigem Rückschlag und NBR-Dichtungen bevorzugt, da Ölnebel und moderate Temperaturen vorherrschen. In Luftfahrt-Baugruppen kommen Modelle mit FKM-Dichtungen und zertifizierter Kalibrierung zum Einsatz, um strenge Prüfauflagen zu erfüllen. Für Verpackungsmaschinen mit hoher Taktfrequenz werden PTH-Impulsschrauber mit schneller Abschaltzeit und geringem Impulsstrom genutzt, um Zykluszeiten zu minimieren und Schraubverbindungen mit begrenzter Eigenspannung zu erzeugen.
Auswahlkriterien — was bei der Beschaffung zählt
Definieren Sie Drehmomentbereich, Taktzeit und gewünschte Abschaltgenauigkeit sowie die Art der Abschalttechnik (mechanisch vs. elektronisch) vor der Modellwahl.
Berücksichtigen Sie Qualitätsfaktoren wie Wiederholgenauigkeit (±% des eingestellten Drehmoments), Servicefreundlichkeit (Austausch von Verschleißteilen), Verfügbarkeit von Ersatzteilen und die Möglichkeit zur Kalibrierung oder Integration in Energiemanagement- und MES-Systeme. Prüfen Sie außerdem Umweltbedingungen: Temperatur, Feuchte, Staub- oder Chemikalieneinwirkung, da diese die Wahl von Dichtmaterialien und Oberflächenbeschichtungen beeinflussen.
Integration und Prozessdokumentation
Die Integration in Fertigungslinien erfordert neben Pneumatik auch elektrische Signale für Start/Stopp, Statusanzeigen und teilweise Datenübertragung. Elektronisch abschaltbare Modelle bieten Schnittstellen zur Prozessüberwachung und Feedback-Ausgabe für SPC (Statistische Prozesskontrolle). Dokumentieren Sie Kalibrierprotokolle, Prüfzyklen und Ersatzteilstände in Ihrer Wartungssoftware. Prüfen Sie Schnittstellen zur Liniensteuerung und, falls relevant, Anbindung ans Qualitätsmanagement; weiterführende Informationen zu technischen Standards finden Sie unter https://maku-industrie.de/technik und konkrete Anwendungsbeispiele unter https://maku-industrie.de/anwendungsbeispiele.
Beschaffung und Normen
Achten Sie bei der Beschaffung auf Herstellerangaben zu Prüfprotokollen, CE-Konformität und, bei sicherheitsrelevanten Anwendungen, auf Einhaltung von Normen wie ISO 5393 (Drehmomentprüfverfahren) oder kundenspezifische Freigaben. Bei Chargenprüfungen sollten Stichproben mit kalibriertem Drehmomentprüfgerät durchgeführt werden. Dokumentierte Prüfpläne und Rückverfolgbarkeit sind Voraussetzung für viele Serienproduktionen.
Praxis-Tipp
Setzen Sie für neue Anwendungen einen kurzen Versuchszyklus an: definieren Sie Schraubfolge, wählen Sie 2–3 Schraubermodelle mit unterschiedlicher Abschaltcharakteristik, messen Sie die Wiederholgenauigkeit und prüfen Sie Bauteilschäden nach 100–1.000 Zyklen. Nur so lassen sich versteckte Wechselwirkungen wie Flankenpressung, thermische Ausdehnung oder Druckluftschwankungen aufdecken.











