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Spindeln zum Entgraten und Fräsen von Mannesmann Demag für Ihren Roboter
Typen ESR zum Einsatz in CNC-Werkzeugmaschinen
mittels SK, MK, HSK Kegelaufnahme
ESR 1000 FW / ESR 551 FW
Flexible Auslenkkräfte durch einfachen Federwechsel mit mitgelieferten Federpaketen
ESR 1000 / ESR 551
Die Auslenkkraft erfolgt stufenlos und kann durch einen optionalen Druckminderer präzise eingestellt werden.
ESR 1000 Druckluftspindel
Preis auf Anfrage
ESR 1000 FW Druckluftspindel
Preis auf Anfrage
ESR 1100 Druckluftspindel
Preis auf Anfrage
Spindeln zum Entgraten und Fräsen von Mannesmann Demag für Ihren Roboter
Roboterspindeln von Mannesmann Demag sind für den industriellen Einsatz konzipiert und adressieren in dieser Kategorie gezielt Anwendungen zum Entgraten und Fräsen an Roboterarbeitsplätzen. Die Spindeln zeichnen sich durch kompakte Bauformen, hohe Drehzahlen und robuste Lagerung aus, um kurze Taktzeiten, konstante Schnittbedingungen und lange Standzeiten bei kontinuierlichem Betrieb zu gewährleisten. Typische Einsatzfelder sind Entgratprozesse an gestanzten, geschliffenen oder gegossenen Bauteilen sowie Präzisionsfräsen von Kanten, Nuten und Konturen an Blech, Aluminium und Stahl.
Konstruktion und Bauformen
Mannesmann Demag Roboterspindeln sind in verschiedenen Bauformen verfügbar: luftgelagerte Hochgeschwindigkeits-Spindeln für feine Fräs- und Schleifaufgaben, ölgeschmierte und hydrostatisch unterstützte Spindeln für höhere Schnittkräfte sowie kompakte Direktantriebsspindeln für enge Einbauräume am Roboterarm. Die Gehäuse bestehen überwiegend aus hochfesten Aluminiumlegierungen oder Stahlguss, um Vibrationsdämpfung und Wärmeleitfähigkeit zu optimieren. Modulare Anschlussflächen ermöglichen die direkte Integration in Roboterflansche und Werkzeugwechselsysteme, während standardisierte HSK- oder ER-Spannfutter die Schnittstellen zu Fräs- und Entgratwerkzeugen vereinheitlichen.
Werkstoffe und Schneidstoffkompatibilität
Entgraten und Fräsen erfordert abgestimmte Kombinationen aus Spindelleistung, Drehzahl und Werkzeugbindung. Mannesmann Demag Spindeln sind ausgelegt für Werkstoffe von weichen Metallen wie Aluminium und Kupfer bis hin zu gehärteten Stählen und Gusswerkstoffen. Die Spindeln unterstützen Hartmetall-, PKD- und CBN-bestückte Werkzeuge sowie keramische Schneidstoffe. Bei abrasiven Materialien wie Guss mit Sand- oder Keramikanteilen empfiehlt sich die Wahl verschleißfester Lager- und Wellenschutzkonzepte. Drehzahlbereiche von 6.000 bis 60.000 min‑1 erlauben sowohl grobe Entgratprozesse als auch hochpräzise Mikrofräsoperationen.
Leistung, Kühlung und Dichtungskonzepte
Die Leistungsdaten umfassen Dauerleistungen von wenigen hundert Watt bis hin zu mehreren Kilowatt. Für die Wärmeabfuhr bieten Spindeln integrierte Luft- oder Wasserkühlung. Wassergekühlte Spindeln ermöglichen konstante Temperaturen bei hoher Leistungsabgabe, während luftgekühlte Versionen weniger Gewicht und Installationsaufwand benötigen. Dichtungs- und Schutzsysteme sind auf die Prozessumgebung ausgelegt: Labyrinthdichtungen und doppelte Wellendichtungen schützen vor Kühlschmierstoffen und Staub; zusätzliche Schutzrohre und Kartuschen verhindern das Eindringen abrasive Partikel. Bei Nassprozessen sind korrosionsbeständige Werkstoffe und spezielle Dichtungen verpflichtend, bei Trockenprozessen stehen Belüftung und Späneschnittstellen im Fokus.
Anschlüsse, Steuerung und Integration in Roboterzellen
Elektrische und pneumatische Anschlüsse sind standardisiert, um schnelle Montage und Austausch zu ermöglichen. Motor- und Encoderanschlüsse unterstützen Feldbusse und Protokolle zur Echtzeitüberwachung von Drehzahl, Leistung und Temperatur. Viele Spindeln sind mit integrierten Drehzahl- und Lagertemperatursensoren ausgestattet, die über die Robotersteuerung oder eine separate Spindelsteuerung parametriert werden. Für automatisierte Fertigungszellen sind optionale Werkzeugwechselschnittstellen und Schnellkupplungen für Luft, Wasser und elektrische Signale verfügbar. Plug-and-Play-Kompatibilität reduziert Einrichtzeiten bei Stillständen und erleichtert Predictive-Maintenance-Konzepte.
Anwendungsbereiche und Prozessparameter
Für das Entgraten an geschnittener oder gestanzter Kanten ist die Kombination aus hoher Drehzahl, leichter Anpresskraft und kurzen Hubwegen effektiv; die Spindel muss Kollisionen und Stößen mechanisch standhalten. Beim Fräsen von Konturen und Nuten sind Steifigkeit, Rundlaufgenauigkeit und konstante Drehmomentabgabe entscheidend, um Maßhaltigkeit und Oberflächenqualität zu sichern. Für jedes Bauteil sollten Schnittdaten (Schnittgeschwindigkeit, Vorschub, Schnitttiefe) anhand des Werkstoffs und der Werkzeuggeometrie ausgelegt werden; Mannesmann Demag Spindeln liefern die mechanische Basis zur Umsetzung dieser Parameter bei Roboterzyklen mit hoher Wiederholgenauigkeit.
Praxisbeispiele
In einer Automobilfertigungslinie wird eine kompakte luftgelagerte Spindel mit ER11-Futter an einem Sechsachsroboter montiert, um Spritzguss-Ansatzkanten an Instrumententafel-Abdeckungen zu entgraten. Die Spindel läuft bei 25.000 min‑1, wobei ein kleiner Hartmetallfräser mit 0,5 mm Schnitttiefe und 3 m/min Vorschub eingesetzt wird. Durch die hohe Drehzahl entsteht ein feiner Schnitt, der Nacharbeit eliminiert und Zykluszeiten von unter 5 s pro Bauteil ermöglicht.
In einem Metallverarbeitungsbetrieb ersetzt eine wassergekühlte Direktantriebsspindel eine stationäre Maschine für das Feinfräsen von Aluminiumprofilen. Die Spindel ist über HSK-A63-Adapter am Roboterflansch befestigt, arbeitet mit 12.000 min‑1 und stabilisiert die Schnittstelle durch integrierte Encoder, wodurch Toleranzen von ±0,05 mm erreicht werden. Die Kühlung erlaubt lange Bearbeitungszeiten ohne thermische Verformung.
Bei der Nachbearbeitung von Stanzteilen aus Stahl nutzt eine ölgeschmierte Spindel ein Wechselmagazin für verschiedene Entgratwerkzeuge. Labyrinthdichtungen und zusätzliche Schutzrohre sorgen dafür, dass Späne und Kühlschmierstoffe die Lager nicht angreifen. Die Automatisierung erlaubt Werkzeuggestützte Prozessüberwachung: Abweichungen in Stromaufnahme oder Vibration lösen Werkzeugwechsel oder Prozessstop aus, bevor Bauteile außerhalb der Spezifikation entstehen.
Auswahlkriterien und Beschaffungsaspekte
Wesentliche Kriterien bei der Auswahl sind die gewünschte Leistung, Drehzahl, Spannfuttertyp, Kühlungsbedarf und die Robustheit gegenüber Prozessmedien. Berücksichtigen Sie außerdem die Integrationsanforderungen Ihres Robotersystems: Flanschmaße, Gewichtslimits, Anschlussarten und die Verfügbarkeit von Sensorik für die Maschinensteuerung. Ersatzteilverfügbarkeit und Servicekonzepte von Mannesmann Demag sind für den Dauerbetrieb relevant: Lagerkits, Dichtungsätze und optionale Renigungs- oder Rebuild-Services reduzieren die Stillstandszeiten erheblich.
Wichtige technische Parameter:
- Drehzahlbereich
- Nennleistung
- Rundlauf
- Kühlungsart
- Futtertyp
- Schutzklasse
Wartung, Standzeit und Verschleißmanagement
Regelmäßige Inspektion von Dichtungen, Lagerzustand und Werkzeugaufnahmen ist erforderlich, besonders bei hohen Drehzahlen oder abrasiven Werkstoffen. Filter für Kühlkreisläufe und Luftzufuhr müssen entsprechend Zeitplan gewechselt werden. Predictive Maintenance auf Basis von Temperatur- und Vibrationserfassung minimiert ungeplante Ausfälle. Austauschintervalle für Lager und Dichtungen hängen von Belastung, Einsatzzweck und Umgebung ab; dokumentierte Prüfintervalle und Ersatzteilsätze sind Bestandteile eines zuverlässigen Wartungskonzepts.
Dokumentation, Normen und Zertifizierungen
Mannesmann Demag Spindeln werden mit technischen Datenblättern, Einbauanleitungen und Prüfprotokollen geliefert. Achten Sie auf Übereinstimmung mit relevanten Normen zur Maschinensicherheit und EMV. Für die Integration in CE-gekennzeichnete Produktionszellen sind korrekte Schutzeinrichtungen, sichere Abschaltkreise und dokumentierte Schnittstellen notwendig.
Weitere technische Details, Produktdatenblätter und konkrete Anwendungsfälle finden Sie auf unserer Technikseite https://maku-industrie.de/technik sowie in der Sammlung konkreter Anwendungsbeispiele https://maku-industrie.de/anwendungsbeispiele.