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Edelstahl Klemmringverschraubungen günstig online kaufen
Parker Legris Klemmring-Verschraubungen aus Edelstahl AISI 316L bieten eine exzellente chemische Beständigkeit. Sie können mit korrosiven Medien oder aggressiven Umgebungseinflüssen von industriellen Anwendungen (beispielsweise in der chemischen oder Lebensmittelindustrie) verwendet werden. Kompakte Bauweise und kompatibel mit Metall- und Thermoplast-Rohren. Nenndruck bis 80 bar, Einsatz bei einer Temperatur bis zu +250° C.
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Edelstahl Klemmringverschraubungen – technische Übersicht und Anwendung
Edelstahl Klemmringverschraubungen verbinden Rohre, Schläuche und Stutzen in korrosiven, hygienischen und hochtemperaturbelasteten Umgebungen. Die Bauart mit Klemmring (auch Klemmhülse oder Ferrule) sorgt für eine dichte, mechanisch belastbare Verpressung ohne Schweißen. In der Praxis kommen Varianten in AISI 316L (V4A) zur Anwendung, weil dieses Material beste Beständigkeit gegen chloridhaltige Medien, Reinigungsmittel und atmosphärische Korrosion bietet. Typische Konstruktionen bestehen aus Mutter, Klemmring und Konus bzw. Einschraubmutter; Werkstoffe umfassen meist 1.4404/316L für Körper und Ferrule, Dichtungen aus PTFE, FKM oder EPDM je nach Medium.
Werkstoffe, Oberflächen und Korrosionsverhalten
Für industrielle Anwendungen ist die Wahl des Edelstahlgrades entscheidend. AISI 316L bietet eine Kombination aus mechanischer Festigkeit und Beständigkeit gegen Spannungsrisskorrosion. Wo höhere Anforderungen an Reinheit und Kontaktmetallfreiheit bestehen, werden elektrolytisch polierte Oberflächen eingesetzt. Für aggressive Medien mit Fluoriden oder sehr hohen Chloridkonzentrationen sind Alternativen wie Duplexstähle oder Sonderlegierungen zu prüfen. Oberflächenrauheit (Ra) beeinflusst hygienische Reinigbarkeit und Korrosionsanfälligkeit; typischerweise werden Ra-Werte ≤ 0,8 µm oder elektro-polierte Ra ≤ 0,4 µm realisiert.
Bauformen und Anschlussvarianten
Klemmringverschraubungen gibt es als L-Verschraubungen, T-Verschraubungen, Winkeleinschraubanschlüsse, Einschraubstutzen und Schlauchverbinder. Die Einschraubverschraubung verbindet ein Rohrsystem mit einem Innengewindeanschluss an Gehäusen oder Komponenten. Winkelverschraubung reduziert Bauraum und minimiert Knickbelastung bei flexiblen Leitungen. Schlauchverbinder mit Klemmring sind für Metallwellschläuche oder PTFE-Schläuche verfügbar. Gewindeprofile reichen von BSP, NPT bis ISO 228/259; Dichtkonzepte nutzen meist metallisch dichte Klemmringe kombiniert mit weichen Dichtungen, wenn medienseitig notwendig.
Dichtungen, Leckraten und Druckbereiche
Die Abdichtung erfolgt durch mechanische Klemmung der Rohrwand zwischen Konus und Klemmring; zusätzliche Dichtungselemente werden je nach Medium eingesetzt. PTFE-Dichtungen bieten hohe chemische Beständigkeit und Temperaturtoleranz bis ca. 260 °C. FKM und EPDM sind für Öle bzw. wässrige Medien üblich, Temperaturbereiche und Materialverträglichkeiten prüfen. Klemmringverschraubungen erreichen typischerweise dauerhafte Dichtigkeit bei Drücken bis in den zweistelligen bar-Bereich; spezielle Ausführungen und Werkstoffkombinationen sind für deutlich höhere Drücke verfügbar. Leckraten nach DIN/ISO können mit Helium- oder Massenspektrometertests verifiziert werden.
Fertigungstoleranzen, Montage und Anzugsmomente
Präzise Fertigungstoleranzen an Rohraußendurchmesser und Konus führen zu reproduzierbarer Dichtigkeit. Beim Einbau ist saubere Oberfläche des Rohres sowie gratfreie Schnittkante notwendig. Die Montage erfolgt durch Einstecken des Rohrendes bis zum Anschlag, Handfestziehen der Mutter und abschließendes Anziehen mit definiertem Drehmoment. Abhängig von Gewindegröße und Bauteil empfiehlt der Hersteller spezifische Anzugsmomente; falsches Überdrehen kann Ferrule oder Rohr beschädigen, Unteranzug erzeugt Leckagen. Für Montage in Serienfertigung sind Drehmomentwerkzeuge mit Drehmomentüberwachung sinnvoll.
Temperatur- und Medienbeständigkeit
Klemmringverschraubungen aus Edelstahl AISI 316L sind geeignet für Temperaturbereiche von kryogen bis ca. 250–300 °C, abhängig von Dichtungstyp. Bei Dampfanwendungen und höheren Temperaturen sind metallische Dichtungen oder speziell ausgelegte Dichtungssysteme zu wählen. Chemische Beständigkeit deckt Säuren, Basen und Lösungsmittel ab; für hochoxidierende oder sehr chloridhaltige Prozesse prüfen Sie korrosionsbeständigere Werkstoffe oder geeignete Beschichtungen. Elektropolierte Oberflächen reduzieren Adsorption und erleichtern CIP- und SIP-Prozesse.
Normen, Prüfungen und Rückverfolgbarkeit
Übliche Normen umfassen Werkstoffnormen (EN, ASTM), Gewindenormen (ISO, BSP, NPT) sowie Prüfanforderungen für Druck und Dichtheit. Für Lebensmittel- und Pharmaanwendungen gelten zusätzliche Anforderungen an Rückstandsfreiheit, Partikelabgabe und Reinheit; hierzu gehören Prüfungen nach USP, FDA-Konformitäten der verwendeten Dichtmaterialien und Dokumentation der Prozessfähigkeit. Chargenrückverfolgbarkeit der eingesetzten 316L-Rohlinge sowie Prüfzeugnisse 3.1/EN10204 sind in anspruchsvollen Industrien oft vorgeschrieben.
Praxisbeispiele
Beispiel 1: In einer chemischen Mischanlage verbindet eine L-Verschraubung aus AISI 316L das Rohrleitungsnetz mit einem Probenahmeventil. Die elektropolierte Oberfläche reduziert Anhaftungen, PTFE-Dichtungen garantieren Beständigkeit gegen organische Lösungsmittel, und die Verschraubung bleibt bei 8 bar Betriebsdruck und 120 °C dauerhaft dicht.
Beispiel 2: In einer Lebensmittelabfülllinie werden Schlauchverbinder mit Klemmring eingesetzt, um flexible PTFE-Schläuche an Füllköpfe anzuschließen. Die glatte Oberfläche (Ra ≤ 0,4 µm) ermöglicht CIP-Reinigung, während die 316L-Ausführung mechanische Belastungen durch Vibrationen absorbiert. Montage erfolgt mit definiertem Drehmoment und dokumentierter Prozesskontrolle.
Beispiel 3: In einer Automobilfertigung verbindet eine Winkeleinschraubverschraubung Kühllinien mit Sensoren auf beengtem Bauraum. Die kompakte Bauform minimiert Knickpunkte, die Klemmringlösung hält transienten Druckspitzen bis 25 bar aus, und die verwendeten FKM-Dichtungen sind kompatibel mit Glykol-Wasser-Gemischen.
Anwendungsbereiche und Auswahlkriterien
Für die Auswahl der richtigen Klemmringverschraubung prüfen Sie: Mediumchemie, Betriebsdruck, Temperatur, erforderliche Hygieneklasse, Gewindeart und Bauraumrestriktionen. Ein weiterer Faktor ist die Kompatibilität mit Rohrmaterialien: dünnwandige Rohre benötigen spezielle Ferrulen, massive Rohre andere Klemmgeometrien. Beachten Sie mögliche galvanische Korrosion bei Kontakt unterschiedlicher Metalle und wählen Sie bei Bedarf Isolationsmaßnahmen.
Typische Einsatzbranchen:
- Chemieindustrie
- Pharma und Lebensmittel
- Maschinenbau
- Automotive
- Energie- und Kraftwerksanlagen
Weitere technische Informationen und Anwendungsbeispiele finden Sie auf maku-industrie.de/technik und in konkreten Praxisberichten auf maku-industrie.de/anwendungsbeispiele.
Beschaffung, Lagerung und Wartung
Beim Einkauf prüfen Sie Werkstoffzertifikate (z. B. EN10204 3.1) und Maße nach Nennweiten sowie Gewindearten. Lagern Sie Verschraubungen trocken und staubfrei; Dichtungen getrennt in Originalverpackung, um Materialalterung zu vermeiden. Wartungsintervalle richten sich nach Anwendung; bei kritischen Systemen sind periodische Drucktests und Sichtkontrollen vorgesehen. Verschlissene Ferrulen ersetzen, statt nachzuarbeiten, um Dichtheitsrisiken zu vermeiden.
Kompatible Marken und Ersatzteile
Lieferanten wie Legris bieten präzise Klemmringlösungen aus Edelstahl. Achten Sie bei Ersatzteilen auf Maßkonformität der Ferrule und Mutter, Gewindeprofil und Oberflächenstatus. Originalteile garantieren reproduzierbare Montageeigenschaften; generische Teile können Abweichungen in Toleranzen und Materialqualität aufweisen.
Beschleunigte Auswahlhilfe
Wünschen Sie eine schnelle Auswahl: geben Sie Nennweite, Rohraußendurchmesser, Gewinde, Medium und Betriebsdaten an. Wir empfehlen, für OEM- und sicherheitsrelevante Anwendungen technische Freigaben und Materialprüfungen zu fordern.