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Technische Informationen zu Einschraubverschraubungen
Einschraubverschraubungen sind formschlüssige und dichte Verbindungsstücke zur direkten Montage in Gehäusewände, Bleche oder Armaturenplatten. Sie kombinieren ein Gewinde für die Befestigung mit einem Schlauchanschluss und übernehmen mechanische Führung, Mediumtrennung und Dichtung in einem Bauteil. Für industrielle Anwendungen sind präzise Maßhaltigkeit, Werkstoffwahl und Dichtungskonzept entscheidend, da hiervon Lebensdauer, Leckagefreiheit und Chemikalienbeständigkeit abhängen.
Werkstoffe und ihre Einsatzgebiete
Messing (vernickelt) ist Standard für viele Anwendungen: guter Korrosionsschutz, metallische Formstabilität und wirtschaftlicher Preis. Bei öl- und luftführenden Systemen sowie Trinkwasseranwendungen gelten vernickelte Messingformen häufig als geeignete Wahl. Edelstahl (AISI 316 / 1.4401) wird dort eingesetzt, wo Korrosionsbeständigkeit gegenüber aggressiven Medien, Salzwasser oder Reinigungschemikalien erforderlich ist. Kunststoffwerkstoffe wie POM bieten sehr gute Gleiteigenschaften, chemische Beständigkeit gegenüber vielen organischen Lösungsmitteln und sind elektrisch isolierend; PVDF (Kynar) hat herausragende Beständigkeit gegen aggressive Chemikalien, starke Säuren und ist temperaturbeständiger als viele Kunststoffe. Für jede Anwendung ist die Werkstoffpaarung zu prüfen: metallische Dichtelemente in Kunststoffgehäusen und umgekehrt erfordern geeignete Vorspannung und gegebenenfalls Edelstahl-Einsätze.
Formen, Bauweisen und Anschlussvarianten
Einschraubverschraubungen existieren als gerade Einschraubarmaturen, Winkelanschlüsse (90°) und mit abgeflachten oder verriegelnden Köpfen für begrenzten Einbauraum. Die Gewinde können als metrisches ISO-Gewinde (z. B. M10x1, M12x1), BSPP/G (zylindrisch) oder NPT (konisch) ausgeführt sein. Bei Einbau in dünne Bleche kommen häufig Einschraubmuttern mit Dichtring zum Einsatz oder Verschraubungen mit Bund zur Begrenzung der Einschraubtiefe. Schlauchanschlüsse sind gerippt (für Schlauchklemmung) oder konisch mit Überwurfmutter für Klemm- oder Pressverbindungen. Für schnell montierbare Lösungen gibt es Push-in- bzw. Schnellverschlussvarianten, die ohne Werkzeuge gesteckt werden.
Dichtungskonzepte und Leckagesicherheit
Die Dichtung erfolgt entweder radial durch O-Ringe, axial durch Flachdichtungen oder metallisch-kontaktierend bei Hochdruckanwendungen. Gängige Werkstoffe für O-Ringe sind NBR (Öl- und Abriebfestigkeit), EPDM (Wasser- und Dampfbeständigkeit), FKM/FPM (Viton – hohe Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit) und PTFE-Einsätze für sehr aggressive Medien. Die Auswahl orientiert sich an Medium, Temperaturbereich und Betriebsdruck. Bei dynamischer Beanspruchung oder Temperaturschwankungen sind lösbare Dichtkonzepte mit austauschbaren O-Ringen zu bevorzugen, um Servicefreundlichkeit zu gewährleisten. Gewindeflanken und Bundflächen müssen bei Montage plan und gratfrei sein, sonst kann selbst hochwertige Dichtungstechnik versagen.
Betriebsdrücke, Temperaturbereiche und Kompatibilität
Betriebsdruck und Temperaturgrenzen sind maßgeblich von Material und Dichtungswahl abhängig. Messingverschraubungen mit NBR Dichtung decken typischerweise Druckbereiche bis 10–16 bar und Temperaturen von -20 °C bis +80 °C ab. Edelstahlvarianten mit FKM-Dichtungen sind für höhere Temperaturen bis +150 °C geeignet und bieten Druckfestigkeiten über 20 bar, abhängig von Gewinde- und Wandstärke. Kunststoffverschraubungen aus POM oder PVDF sind temperatur- und drucklimitiert: POM bis etwa +80 °C, PVDF bis +140 °C; Druckgrenzen variieren stark mit Wanddicke und Bauform. Bei Gasapplikationen sind zusätzliche Vorgaben zur Dichtigkeit (z. B. Helium-Test) und konische Gewinde (NPT) zu beachten.
Fertigungstoleranzen, Oberfläche und Korrosionsschutz
Präzise Gewindefertigung (ISO 6g/6H für Innen-/Außengewinde) reduziert Montageaufwand und Leckagerisiko. Oberflächenbehandlungen wie Vernickelung erhöhen Korrosionsschutz und reduzieren Reibung, während elektropolierte Edelstahloberflächen Reinigungs- und Hygieneeigenschaften verbessern. Bei chemisch aggressiven Umgebungen ist auf Bindepassungen und galvanische Korrosionspaare zu achten: Edelstahl gegen Messing kann unter bestimmten Elektrolyten zu Korrosion führen; hier sind Isolationsmaßnahmen oder einheitliche Werkstoffe sinnvoll.
Anschlussarten und Montagesicherheit
Die Auswahl des Anschlussprinzips richtet sich nach Montagehäufigkeit und Wartungsanforderungen. Einschraubverschraubungen mit Überwurfmutter erlauben einfaches Nachspannen, während geklemmte oder einpressbare Varianten für vibrationsreiche Umgebungen stabiler sein können. Montagewerkzeuge und Drehmomentangaben sind zu beachten: Überdrehen von Gewinden führt zu plastischer Verformung oder Aufquellen bei Kunststoffteilen. Für kritische Medien empfiehlt sich die Verwendung von Drehmomentbegrenzern und das Nachziehen nach dem ersten Betriebsdrucktest.
Kompatible Schläuche und Schlauchdimensionierung
Schlauchinnendurchmesser und der Außenprofil der Verschraubung müssen zusammenpassen; die Verwendung von Schellen ist bei gerippten Anschlüssen Pflicht, um Axialkräfte und Druckspitzen abzufangen. Bei weichen Schläuchen empfiehlt sich der Einsatz von Schlauchstutzen mit Innenhülse oder Klemmschelle, um Quetschstellen zu vermeiden. Die Längenberechnung und Druckverlustbetrachtung des Schlauchsystems beeinflussen die Dimensionierung: längere Schlauchstrecken oder geringere Innendurchmesser erfordern größere Querschnitte in der Verschraubung, um Strömungsverluste zu minimieren.
Anwendungsbeispiele aus der Praxis
Praxisbeispiel 1: Kühlmittelleitung in Werkzeugmaschine
In einer CNC-Werkzeugmaschine wurden vernickelte Messing-Einschraubverschraubungen M12x1 mit O-Ring NBR eingesetzt, um Kühlmittelleitungen an der Maschinengrundplatte zu führen. Durch das konische Innendesign ließ sich der Schlauch 6/4 mm mit einer Edelstahlschelle sicher befestigen. Die Verschraubungen wurden mit 8 Nm angezogen und nach 24 Stunden Betriebszeit erneut nachgezogen; Leckageraten lagen im Nachtest bei 0 ml/min.
Praxisbeispiel 2: Chemische Dosierstation
Für eine Dosierstation mit aggressiven Säuren wurde PVDF-Einschraubverschraubung mit FFKM-Dichtung ausgewählt. Die Verschraubung war als gerade Einschraubarmatur in die Frontplatte montiert, der Schlauchanschluss als Push-in für PTFE-Schläuche ausgeführt. Durch die PVDF-Bauweise und den FFKM-O-Ring wurde eine beständige, austauschbare Dichtungslösung erreicht, die Reinigungsmittel und Dosierchemikalien widersteht.
Praxisbeispiel 3: Pneumatikverteiler in Montagezelle
In einer Montagezelle wurden Edelstahl-Einschraubverschraubungen mit BSPP-Gewinde und gerippter Schlauchaufnahme eingesetzt, um Druckluft zu pneumatischen Greifern zu führen. Die Montage erfolgte in dünnem Edelstahlblech mittels Bundausführung mit Dichtungsscheibe, um Vibrationseinflüsse zu dämpfen. Durch die gezielte Werkstoffwahl konnten Druckstöße über 12 bar sicher übertragen werden.
- Materialwahl, Gewindeart und Dichtung müssen auf Medium, Druck und Temperatur abgestimmt sein
Wartung, Ersatzteile und Qualitätsprüfungen
Regelmäßige Sichtkontrolle auf Risse, Korrosion oder Verformung ist Pflicht. O-Ringe sind Verschleißteile und sollten bei planmäßigen Stillständen geprüft und bei Spannungsrissen oder Verhärtung ersetzt werden. Druckprüfungen nach Montage (z. B. 1,5-facher Betriebsdruck) und Dichtigkeitstest (Luft-/Wasser- oder Heliumtest) sind für sicherheitsrelevante Anwendungen empfohlen. Dokumentieren Sie Drehmomente und verwendete Dichtungstypen in der Wartungsakte, um Austausch und Traceability zu gewährleisten.
Normen und Spezifikationen
Beachten Sie relevante Normen wie DIN ISO für Gewinde, EN-Normen für Armaturen und die jeweils anwendbaren Sicherheitsstandards für Druckgeräte und Lebensmittelkontakt. Materialzeugnisse (z. B. Werkstoffnachweis 3.1 nach EN 10204) sind bei kritischen Anwendungen anzufordern.
Weitere technische Hintergründe und Anwendungsbeispiele finden Sie auf unserer Technikseite: https://maku-industrie.de/technik und in konkreten Praxisberichten unter https://maku-industrie.de/anwendungsbeispiele.