2-teilige Wartungseinheit aus Filterregler und Öler
Filterregler/Öler (2-teilig) Newdeal - 1326054
Filterregler/Öler (2-teilig) Newdeal - 1226054
Filterregler/Öler (2-teilig) Newdeal - 1426054
Filterregler/Öler (2-teilig) BIT - 5106011
Filterregler/Öler (2-teilig) BIT - 5206011
Filterregler/Öler (2-teilig) Syntesi - 5612B24L102
Filterregler/Öler (2-teilig) Syntesi - 5624B24L104
Filterregler/Öler (2-teilig) Parker - P32CA12GEMNGLNW
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Filterregler/Öler (2-teilig) Parker - P32CA13GEMNGLNW
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Filterregler/Öler (2-teilig) Parker - P32CA12GEANGLNW
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Filterregler/Öler (2-teilig) Parker - P31CA12GEBNTLNW
Filterregler/Öler (2-teilig) Syntesi - 5613B24L103
2-teilige Wartungseinheit aus Filterregler und Öler: Funktion, Aufbau, Auswahlkriterien
Wartungseinheiten aus Filterregler und Öler kombinieren Druckregelung, Partikel- und Kondensatableitung sowie gezielte Befeuchtung in einem kompakten Modul. In industriellen Pneumatikanlagen verhindern sie Druckschwankungen, Korrosion, Werkzeugverschleiß und Störungen an Ventilen und Zylindern. Die zentrale Aufgabe ist, gereinigte, kondensatfreie und korrekt geölte Druckluft mit konstantem Betriebsdruck an den Verbraucher zu liefern.
Aufbau und Werkstoffe
Typischer Aufbau: Eingangsanschluss, Grobfilter (grobe Partikel, Wasserabscheidung), Feinfilterelement mit Filterfeinheit (bis 5 µm oder feiner), Schwerkraft- oder Schwimmerkondensatableiter, Druckregler mit Feineinstellung und Manometer, Ölnebelvernebler (Öler) mit Einstellschraube und Sichtölkammer. Gehäusematerialien sind üblicherweise Aluminiumdruckguss für Leichtbau und Korrosionsbeständigkeit oder verzinkter Stahl bei rauem Umfeld. Sichtkammern bestehen aus polycarbonat oder gehärtetem Glas; bei aggressiven Medien kommen Metall-Sichtfenster oder Sicherheitsabschirmungen zum Einsatz. Dichtungen: NBR (Acrylatenitril-Butadien) für Standardbetrieb bis ~80°C, FKM (Viton) für höhere Temperaturen und Ölbeständigkeit, EPDM bei Wässern sowie PTFE-Dichtungen für chemisch aggressive Umgebungen.
Bauformen und Montage
Wartungseinheiten werden als inline-Module mit Front- oder Seitenauslass geliefert; Montage erfolgt an einer Tragschiene oder direkt an der Rohrleitung mittels Gewinde- oder Flanschanbindung. Standardanschlüsse: G1/8, G1/4, G3/8, G1/2, G3/4, G1. Alternativ NPT oder SAE nach Kundenwunsch. Bei höheren Volumenströmen werden Modelle mit größeren Gehäusen und Flanschanschlüssen eingesetzt. Befestigungspunkte sind so ausgelegt, dass mehrere Einheiten in Reihe montiert werden können; eine Entwässerungsöffnung sollte zugänglich sein. Für Vibrationen und Schockbelastungen werden zusätzliche Halter mit Gummientkopplung empfohlen.
Filterelemente, Filterklassen und Separation
Die Auswahl des Filterelements bestimmt Partikelrückhaltevermögen und Druckverlust. Polymer- oder Edelstahl-Gewebe werden für grobe Abscheidung genutzt, Sintermetall oder Sinter-PTFE für feinere Filtration und wiederholbares Reinigen. Typische Filterklassen: 40–5 µm für Standardanwendungen, 5–0,01 µm für empfindliche Steuerungen und Messgeräte. Kaltstart- und feuchtebedingte Koaleszenzfilter reduzieren Aerosole; Koaleszenzwirkung ist bei 0,01–1 µm entscheidend. Separationseffizienz wird in Prozent bei gegebener Partikelgröße spezifiziert; für Hochleistungs-Filterregler sind >99,9 % bei 0,3 µm realistisch, abhängig von Durchfluss und Druck.
Druckregler, Einstellbereich und Stabilität
Regelmechanik: Membran- oder Kolbenregler; Membranregler bieten feinere Einstellcharakteristik und geringere Leckraten, Kolbenregler sind robust bei pulsierenden Drücken. Einstellbereiche reichen typischerweise von 0,1–10 bar, häufig vorkommend sind 0–16 bar. Druckhaltegenauigkeit wird als Hysterese/Regeltoleranz angegeben und sollte bei Präzisionsanwendungen < ±0,1 bar liegen. Ansprechverhalten und Regelgüte hängen von Ventilgröße, Federkennlinie und Volumenstrom ab. Für Anlagen mit großem Verbrauch vergrößerte Regler-Querschnitte wählen, um Druckabfall zu minimieren.
Öler: Funktionsweise, Öle und Dosierung
Öler erzeugen fein vernebelte Ölpartikel, die in die Druckluft eingetragen werden, um Reibung an Dichtlippen, Führungen und Lagern zu reduzieren. Bauarten: Tropföler, Zerstäubungsöler und elektrischer Dosierer. Einstellung erfolgt über Einstellschraube mit Sichtfenster zur Tropfenabstimmung. Geeignete Öle: ISO VG 32–100 für allgemeine Anwendungen, spezielle synthetische Esteröle für hohe Temperaturen oder Lebensmittelumgebung nach passenden Zertifikaten. Ölqualität und Viskosität beeinflussen Partikelgröße des Nebels; zu hohe Viskosität führt zu größeren Tropfen und schlechter Verteilung. Viele Hersteller empfehlen Ölzuführung in Tropfenpuls, abgestimmt auf Verbrauchszyklus des Werkzeugs.
Technische Parameter, Auswahl und Auslegung
Bei der Auswahl entscheidend sind Anschlussgröße, maximaler Druck, Volumenstrom (l/min oder m³/h), Restfeuchteanforderung, Filtrationsklasse, zulässige Umgebungstemperatur und Mediumkompatibilität. Druckverluste bei Nennvolumenstrom müssen spezifiziert sein; als Richtwert: 0,1–0,3 bar für Standardfilter bei mittleren Strömen. Wartungsintervalle hängen von Belastung, Umgebung und Filterklasse ab; übliche Wechselintervalle für Filterelemente liegen bei 3–12 Monaten, bei stark verschmutzter Luft früher. Kondensatablass manuell oder automatisch (elektrisch oder pneumatisch gesteuerte Ablässe) wählen. Zertifikate wie ATEX-Ausführung für explosionsgefährdete Bereiche oder NSF/ISO-Freigaben bei Lebensmittelindustrie sind bei Bedarf zu prüfen.
Anschlüsse, Armaturen und Dichtheitsaspekte
Abdichtung an Schraubverbindungen erfolgt häufig mit Schraubensitzdichtungen, O-Ringen oder PTFE-Band. Für wiederholbare Demontagen sind Conical-Seat- oder Flanschverbindungen vorteilhaft. Schrägsitzventile vor und hinter der Wartungseinheit vereinfachen Servicearbeiten. Bei höheren Drücken und Temperaturen sollten Dichtungsmaterialien geprüft werden; NBR bis 80°C, FKM bis 200°C, PTFE für aggressive Medien. Leckraten werden in Normen angegeben; bei Steuerluftleitungen ist geringe Leckrate wichtig, da Leckagen die Anlagensicherheit und Energieeffizienz beeinflussen.
Wartung, Prüfintervalle, Austauschkomponenten
Regelmäßige Sichtprüfung von Sichtkammern, Manometern und Ölstand ist Pflicht. Filterelemente, O-Ringe und Ablassventile gehören zu verschleißrelevanten Teilen. Prüfschritte: Dichtigkeitstest, Druckstabilitätstest, Kontrolle der Filtrationsleistung (Differenzdruck messen) und Funktionsprüfung des Ölers (Nebelfehler, Ölfluss). Ein typisches Wartungsprotokoll enthält Prüfungen alle 3 Monate, Elementtausch je nach Druckluftqualität alle 6–12 Monate und jährliche Überprüfung der Gehäuseintegrität. Ersatzteile: komplette Filtereinsätze, Membranen, Sichtscheiben, Schwimmer und Dichtungssets.
Anwendungsbeispiele aus der Praxis
Beispiel 1 – Montagehalle mit Lackierroboter: Eine Einheit mit 5 µm Koaleszenzfilter, Membranregler mit ±0,05 bar Stabilität und fein einstellbarem Öler (ISO VG 32) verhindert Partikel in Faltrohren und reduziert Lackauftragstoleranzen. Der Öler wird so eingestellt, dass 1 Tropfen pro 1000 Schaltzyklen an SMV-Ventilen geliefert wird. Beispiel 2 – Pressenbereich in der Blechverarbeitung: Robuste Aluminium-Ausführung mit Schwimmerkondensatablass und Kolbenregler gegen schnellen Druckabfall. Filterelement 40 µm für Spritzwetter, Dichtungen FKM wegen hoher Temperatur. Beispiel 3 – Steuerluft für SPS-gesteuerte Werkzeuge: Koaleszenzfilter 0,01 µm, doppelte Filterstufe, elektrischer Kondensatabfluss, Öler deaktiviert, um elektronische Komponenten zu schützen. Für detaillierte Anwendungsfälle besuchen Sie unsere Technikseite unter https://maku-industrie.de/technik oder die Beispieleammlung https://maku-industrie.de/anwendungsbeispiele.
Typische Einsatzbereiche: Druckluftversorgung in Montagelinien, Robotik, Verpackungsmaschinen, Lackier- und Beschichtungsanlagen, Pneumatikzylinder in Pressen und Greifsystemen.
Auswahl-Checkliste (Kurz)
Wählen Sie nach Anschlussgröße, Volumenstrom, gewünschter Filterfeinheit, Druckbereich, Umgebungstemperatur und Kompatibilität der Dichtungen. Berücksichtigen Sie Wartbarkeit und Verfügbarkeit von Ersatzteilen.
Performance-Optimierung und Energieeffizienz
Druckverluste reduzieren durch passende Querschnitte und minimierte Rohrleitungswiderstände. Automatisierte Kondensatableiter senken Stillstandszeiten und Energieverlust durch reduzierte Druckschwankungen. Gezielt dimensionierte Öler verhindern Überölung, die zu Rückständen und erhöhtem Druckverlust führen kann. Einsatz von Druckregelstrecken und volumentransparenten Reglern optimiert Energiebedarf bei schwankendem Verbrauch.
Konformität und Zertifizierungen
Prüfen Sie ATEX-Klassifikationen für explosionsgefährdete Bereiche und Materialzertifikate für den Einsatz in Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Herstellerangaben zu Betriebsdruck, Temperatur und Filterleistung beachten; Prüfnachweise und Prüfzyklen dokumentieren.